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Projekt „Gianduia“ Apple provoziert mit Flash-Alternative

Apple arbeitet offenbar an einem Konkurrenzprodukt zu Adobes Flash-Player, das die Erstellung von „Rich Media“-Inhalten ermöglichen soll. Vorgestellt werden könnte das neue Projekt auf der Entwicklerkonferenz am 7. Juni.
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Apple-Chef Steve Jobs hatte zuletzt nicht mit Kritik an Adobe gespart. Quelle: Reuters

Apple-Chef Steve Jobs hatte zuletzt nicht mit Kritik an Adobe gespart.

(Foto: Reuters)

DÜSSELDORF. Nach Informationen des Branchendienstes Cnet plant Apple für iPhone und iPad ein eigenes Konkurrenzprodukt zu Adobes Flash-Player. Das Gianduia getaufte Projekt soll auf der Entwicklerkonferenz am 7. Juni präsentiert werden und die Erstellung von „Rich Media“-Inhalten ermöglichen, also interaktive und Video-Inhalte.

Pikant wird das Gerücht vor dem Hintergrund, dass Apple Adobes Konkurrenzprodukt Flash jüngst per juristischem Winkelzug aus dem Rennen geworfen hat. Durch eine Änderungen der AGB für Softwareentwickler ist die Nutzung von Flash verboten und Adobe hat die Entwicklung eines Konvertierungsmoduls für sein meistverkauftes Programm, Creative Suite, eingestellt.

Vor allem für Media- und Werbe-Agenturen sowie Verlage hat die Entscheidung Auswirkungen. Sie müssen auf andere Entwicklerwerkzeuge umstellen und oft Mitarbeiter umschulen, wenn sie für Apples Mobilgeräte produzieren wollen. In einem Erklärungsversuch hatte Apple CEO Steve Jobs in seinem Blog Adobe vorgeworfen, ein fehlerhaftes Produkt zu liefern, das die Geräte abstürzen lasse und Fehler zu langsam behoben. Adobe wies das wiederum scharf zurück und beschuldigt Apple, nur unliebsame Konkurrenz ausschalten zu wollen.

Die amerikanischen Kartellbehörden nehme das Geschäftsgebaren mittlerweile kritisch unter die Lupe, heißt es in anderen US-Medienberichten. Es werde angeblich bereits erwogen, ein Ermittlungsverfahren gegen Apple wegen Wettbewerbsbehinderung einzuleiten.

Die mobilen Plattformen von Apple spielen mittlerweile eine große Rolle, weit über 50 Mio. iPhones wurden mittlerweile verkauft, das Tablet iPad ging in nur 28 Tagen mehr als eine Million Mal über die Ladentheken. In Deutschland startet der Verkauf am 28. Mai.

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1 Kommentar zu "Projekt „Gianduia“: Apple provoziert mit Flash-Alternative"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Also ich muss sagen, was Apple da treibt ist zwar wirtschaftlich konsequent, für den Nutzer aber alles andere als komfortabel. Und so soll es ja auch sein. Wer Apple-Produkte nutzt, wird quasie vom Rest des Marktes ausgesschlossen und zu Apple verdammt. Obwohl ich die Qualität von Apple persönlich sehr schätze, finde dieses Strategie der Abschottung höchst problematisch, da sie in die Abhängigkeit führt. Während andere Unternehmen sich zunhemend öffnen und ihre Dienste teils kostenlos anbieten, steuert Apple in die genau entgegen gesetzte Richtung. Ob dieser Weg zum Ziel führt, bleibt abzuwarten.

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