Projekt Jedi Google verzichtet auf Regierungsmilliarden

Google lehnt ein lukratives Geschäft mit der US-Regierung ab: Das Unternehmen beteiligt sich nicht an einem Cloud-Projekt des Verteidigungsministeriums.
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Google lehnt ein lukratives Geschäft mit dem US-Verteidigungsministerium ab. Quelle: Reuters
Kein Geld vom Militär

Google lehnt ein lukratives Geschäft mit dem US-Verteidigungsministerium ab.

(Foto: Reuters)

BerlinSein Firmenmotto Don't be evil hat Google zwar abgeschafft. Das bedeutet aber nicht, dass das Unternehmen für Geld alles macht – zum Beispiel Entwicklungsarbeit für das US-Verteidigungsministerium: Google beteiligt sich nicht an dessen Projekt Joint Enterprise Defense Infrastructure (Jedi).

Dabei geht es darum, die Daten des US-Verteidigungsministeriums auf eine von einem Unternehmen betriebene Cloud zu übertragen. Jedi soll bis zu zehn Jahre laufen und ist mit zehn Milliarden US-Dollar dotiert. Die Ausschreibung für das Projekt läuft noch bis zum 12. Oktober.

Bei den Cloud-Anbietern stieß die im Juli veröffentlichte Ausschreibung auf Interesse, da sie hoffen, sich einen Anteil an dem lukrativen Geschäft mit der Regierung zu sichern. Google werde aber kein Angebot abgeben, teilte das Unternehmen mit.

Es sei nicht sicher, ob das Projekt in Einklang mit den eigenen Regeln für künstliche Intelligenz (KI) stehe, begründet Google seine Entscheidung. Zudem seien Teile des Vertrages nicht mit Googles staatlichen Zertifizierungen vereinbar.

Google hat zuletzt keine guten Erfahrungen mit Regierungsprojekten gemacht: Im März wurde bekannt, dass Google dem US-Verteidigungsministerium das KI-Framework Tensorflow für die Objekt-Erkennung zur Verfügung stellte. Google-Mitarbeiter protestierten gegen dieses Project Maven und forderten dessen Ende.

Mit Erfolg: Anfang Juni verkündete die Unternehmensleitung, die 2019 endende Kooperation mit dem US-Militär nicht zu verlängern. Wenige Tage später veröffentlichte Google Regeln für die Arbeit mit KI. Danach soll KI nützlich für die Gesellschaft sein und darf nicht für Waffen oder andere Zwecke, die für Menschen schädlich sind, eingesetzt werden.

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