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Projekt „Nachtigall“ Google hat Zugriff auf Gesundheitsdaten von Millionen US-Bürgern

Durch die Zusammenarbeit mit einem der größten US-Gesundheitssysteme hat Google Zugriff auf sensible Daten. Die Patienten haben davon nichts gewusst.
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Google hat Zugriff auf Gesundheitsdaten von Millionen US-Bürgern Quelle: Reuters
Google

Das Tech-Unternehmen will mit den Gesundheitsdaten seine Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz vorantreiben.

(Foto: Reuters)

San Francisco, New York Google hat eigenen Angaben zufolge seinen bisher größten Cloud-Computing-Kunden im Gesundheitswesen unter Vertrag genommen. Wie das „Wall Street Journal“ (WSJ) zuvor berichtet hat, schloss sich Google mit dem zweitgrößten Gesundheitssystem in den USA, Ascension, zusammen. Die Zusammenarbeit soll bereits seit 2018 laufen.

Die Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen würde unter anderem Anwendungen für KI und maschinelles Lernen untersuchen, um die klinische Wirksamkeit sowie die Patientensicherheit zu verbessern, schrieb Ascension in einer Erklärung. Durch den Deal hat Google so Zugang zu Daten gewonnen, die bei der potenziell lukrativen Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) hilfreich sein können.

Durch das Projekt „Nightingale“ (Nachtigall) erhalte Google laut der Zeitung aber auch Zugriff auf persönliche gesundheitsbezogene Informationen von Millionen US-Bürgern in 21 Bundesstaaten. Das „WSJ“ berichtet, dass die am Projekt beteiligten Daten unter anderem Laborergebnisse, Arztdiagnosen und Krankenhausaufenthalte umfassen und die vollständige Gesundheitshistorie mit Patientennamen und Geburtsdaten beinhalten sollen. Allerdings informierten die Unternehmen laut dem „WSJ“-Bericht weder Ärzte noch Patienten über das Projekt.

Beide Unternehmen verweisen laut „WSJ“ darauf, dass das Projekt im Einklang mit den Gesetzen sei. Datenschutzexperten hingegen sehen den Austausch zwischen Google und Ascension nicht vom Gesetz geschützt. Denn Google nutze die Daten nicht, um die Gesundheit der Patienten zu verbessern, sondern um neue Anwendungen für KI und maschinelles Lernen zu entwickeln.

Auch die Tech-Unternehmen Amazon, Apple und Microsoft versuchen in die Gesundheitsbranche einzusteigen. Bislang hat aber noch kein Konzern eine Zusammenarbeit in dem Umfang wie Google geschlossen.

Mehr: Nach Plänen des Gesundheitsministeriums sollen bei den von Kassen finanzierten Apps der App-Store von Apple umgangen werden. Daraus wird wohl erstmal nichts.

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