Projekt Pepper Wenn Roboter weinen

Der japanische Mobilnetzkonzern Softbank kündigt den ersten „emotionalen“ Roboter für den Massenmarkt an. Ab Anfang 2015 soll der Partnerroboter „Pepper“ erst in Japan, dann weltweit in den Läden stehen.
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"Pepper" soll den Durchbruch markieren zu Robotern, die die Gefühle der Menschen verstehen und selbstständig reagieren können. Quelle: Reuters

"Pepper" soll den Durchbruch markieren zu Robotern, die die Gefühle der Menschen verstehen und selbstständig reagieren können.

(Foto: Reuters)

TokioGoogle hinkt bei Robotern ja so hinterher: Am Donnerstag hat der japanische Internetinvestor und Mobilnetzbetreiber Softbank den Einstieg in die Roboterindustrie angekündigt. Bereits im Februar 2015 soll der Partnerroboter „Pepper“ für rund 1500 Euro auf den Markt kommen, so Softbank-Chef Masayoshi Son in Tokio. „Vielleicht werden die Menschen in 100 oder 200 Jahren zurückblicken und sagen, dass der heutige Tag ein historischer Moment war“, sagte Son.

Das Objekt seiner Lobrede wirkt selbst neben Son klein. 120 Zentimeter ist der Zwerg groß. Ein Humanoid mit abstrakten Gesicht, großen Manga-Augen, Armen, fünf Fingern, Wespentaille und drei Rollen statt Beinen. Doch das eigentlich Neue ist in Sons Worten, dass Pepper der erste emotionale Partnerroboter der Welt ist. Wenigstens der erste in Massenproduktion.

Wie Roboter den Alltag erleichtern
Roboter "James"
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Barkeeper

Der Roboter "James" des Münchener Fortiss-Institutes für Hightech-Forschung in München (Bayern) ist als Barkeeper programmiert und soll bei einer Interaktion mit Menschen seine Aufgaben nicht nur richtig erledigen, sondern dabei auch auf die sozialen Bedürfnisse seines Gegenübers eingehen. Wer sich bei James bedankt bekommt die Antwort: "Always a pleasure".

Roboter
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Vollautomatischer Gärtner

Auch im Garten können Roboter die Arbeit von Menschen ersetzen. So bietet der Roboter-Hersteller Ambrogio verschiedene autonome Rasenmäher für verschiedene Gartengrößen an – von maximal 1.500 bis zu 10.000 Quadratmetern. Die hier gezeigte Luxus-Variante L400 soll laut Hersteller Gärten bis zu 10.000 Quadratmetern mähen können – und kostet dafür rund 14.000 Euro. Kleinere Modelle gibt es bereits für ein Zehntel dieses Preises.

Roboter
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Haarpfleger

Dieser von Panasonic hergestellte Haarwaschroboter widmet sich der Pflege des Haupthaars von bettlägerigen Patienten. Vollautomatisch kann das Gerät eine komplette Haarwäsche durchführen und dabei eine Spülung einmassieren sowie die Haare nach dem Waschen wieder trocknen. Dabei kommen insgesamt 24 robotische Finger zum Einsatz.

Samsung Navibot SR 8855
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Putzhilfe mit gutem Orientierungssinn

Inzwischen schon fast ein Klassiker unter den Haushaltsrobotern ist der autonome Staubsauger. Dieses Modell, ein Samsung Navibot SR 8855, sticht vor allem durch seine Navigationsfähigkeiten heraus. Aus Aufnahmen von einer eingebauten Kamera setzt er ein digitales Abbild des Raums zusammen, den er reinigen soll. Das verhindert laut Hersteller sinnloses Kreuz- und Querfahren wie bei anderen Saugrobotern. Hindernissen weicht der Navibot aus, die eingebauten Sensoren erkennen auch Treppenabsätze.

Dirt Devil EVO M678 Wischrobote
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Robotischer Putzteufel

Ist die Wohnung gesaugt, sollte aber noch feucht gewischt werden. Dazu bietet sich beispielsweise dieses Modell, der Dirt Devil EVO M678 Wischroboter, an. Zum Einsatz kommen dabei Swiffer-Einwegtücher, mit denen sowohl trocken als auch feucht gewischt werden kann. Eine eingebaute GPS-Navigation sorgt laut Hersteller dafür, dass um Stellen mit Hindernissen präzise herumgewischt werden kann. Trocken kann der Roboter Räum bis zu 90 Quadratmetern, feucht bis zur Größe von 25 Quadratmetern wischen.

Roboter
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Freundlicher Krankenpfleger

Dieses freundlich dreinschauende Gesicht gehört einem Roboter aus dem Hause Panasonic. Das Modell Hospi-Rimo soll als Kommunikationsplattform für bettlägerige Patienten dienen, die mit dem Roboter von zu Hause aus mit Arzt, Freunden oder Verwandten per Videokonferenz kommunizieren wollen. Der Roboter kann dabei laut Hersteller mit fragilen Ampullen und Medikamenten so vorsichtig umgehen wie eine Krankenschwester.

Roboter
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Ferngesteuerter Spion

Hobby-Dektive werden ihren Spaß an diesem Spionage-Roboter haben: Der Meccano Spykee the Spy lässt sich via WLAN per PC oder Mac steuern, die eingebaute Webcam liefert Live-Bilder. Ein Bewegungssender kann so eingestellt werden, dass das Gerät Fotos macht, sobald jemand einen Raum betritt.

Das Wesen soll nicht von Mimik und Gestik, sondern auch von der Stimme die Stimmung seines Gegenübers verstehen können. Darüber hinaus teilt jeder Roboter seine Erfahrungen mit einem kollektiven Ich in der Cloud. Kollektive Weisheit entstehe und beschleunige so die Evolution, schwärmt Son. Sons Fernziel: „Unsere Vision ist, Roboter zu schaffen, die die Gefühle der Menschen verstehen und selbstständig reagieren können.“

Wie ambitioniert seine Ziele sind, machen Sons Partnerwahl klar. Schon vor Jahren hat Son fast 80 Prozent der Firmenanteile an dem französischen Roboterentwickler Aldebaran gekauft. Aldebaran ist einer der weltweit führenden Entwickler von humanoiden Robotern.

Apples Hoflieferant ist mit im Boot
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