Ranga Yogeshwar „Programmieren ist die Sprache des 21. Jahrhunderts“

Nur was für Nerds? Von wegen: Der TV-Moderator Ranga Yogeshwar will Computernutzer motivieren, nicht nur im Netz zu surfen, sondern selbst zu programmieren – ob eigene Apps oder Roboter. Das hilft nicht nur im Job.
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Will mehr Menschen für das Programmieren begeistern: Ranga Yogeshwar. Quelle: dpa

Will mehr Menschen für das Programmieren begeistern: Ranga Yogeshwar.

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BerlinJeder hat einen Computer, aber kaum jemand kann ein Programm dafür schreiben: Wenn es um Technologie geht, sind die meisten Menschen nur Konsumenten. Das will der Journalist Ranga Yogeshwar, bekannt als Wissenschaftserklärer im Fernsehen, ändern: Seine Initiative „Jeder kann programmieren“ soll Menschen motivieren, das Internet und Smartphones, aber auch Roboter und Elektronik kreativ zu nutzen. Am heutigen Dienstag stellen Yogeshwar und Mitstreiter sie der Öffentlichkeit vor.

Programmieren sei die „Sprache des 21. Jahrhunderts“ und ähnlich wichtig wie früher der Buchdruck, sagte Yogeshwar am Dienstag im Gespräch mit Handelsblatt Online. Dabei gehe es einerseits um den Wirtschaftsstandort – kaum ein Beruf komme bald ohne Programmierkenntnisse aus. Ein Verständnis von Technologie sei aber auch für die Gestaltung der digitalen Gesellschaft wichtig. „In Deutschland sind wir ins Hintertreffen geraden, wenn es um diese Kompetenzen geht. Wenn wir diesen Trend verschlafen, ist das existenziell.“

Ein Beispiel für die kreative Nutzung sieht der studierte Physiker in Apps, die öffentliche Daten aufbereiten – etwa um Ersthelfern zu zeigen, wo der nächste Defibrillator ist. „Programmieren gibt uns eine unglaubliche Chance, Dinge zu gestalten.“ Gleichzeitig entwickle man dabei eine Sensibilität auch für die kritischen Seiten der Technologie, betonte der Journalist, der mit TV-Sendungen wie „Quarks & Co“ einem breiten Publikum bekannt geworden ist.

Yogeshwar und seine Mitstreiter wollen das Programmieren vom Nerd-Image befreien, die Initiative soll Laien den Einstieg erleichtern. Die Website bietet Orientierung und soll vorhandene Projekte bündeln. „Es gibt Programmiersprachen, die verblüffend einfach zu benutzen sind“, sagte Yogeshwar, selbst Kinder könnten sie erlernen. Geschäftsführer des Vereins ist Thomas Bendig, der den Verbund der Fraunhofer-Institute für Informations- und Kommunikationstechnik leitet.

Vorbild kommt aus den USA
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5 Kommentare zu "Ranga Yogeshwar: „Programmieren ist die Sprache des 21. Jahrhunderts“"

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  • Wenn das alles so einfach wäre !
    Ich glaube Herr Yogeshwar hat keine Ahnung wovon er eigentlich spicht.
    Ich kann kein Problem mit Programmieren lösen, wenn ich das Problem ohne Programmieren nicht mal ansatzweise verstehe.
    Warum werden Programmierer fieberhaft gesucht ? Wahrscheinlich weil die Sache halt doch nicht so einfach ist, wie sie uns Herr Yogeshwar (der sich als Experte auf in allen Lebensbereichen auszugeben scheint) suggerieren will.
    Wenn selbst 80% der Studenten der (Wirtschafts-)Informatik später im Beruf nichts mehr mit Programmieren zu tun haben will, dann verkennt Herr Yogeshwar wie so oft die tatsächliche Lage. Aber träumen darf man ja.

  • Wenn das alles so einfach wäre !
    Ich glaube Herr Yogeshwar hat keine Ahnung wovon er eigentlich spicht.
    Ich kann kein Problem mit Programmieren lösen, wenn ich das Problem ohne Programmieren nicht mal ansatzweise verstehe.
    Warum werden Programmierer fieberhaft gesucht ? Wahrscheinlich weil die Sache halt doch nicht so einfach ist, wie sie uns Herr Yogeshwar (der sich als Experte auf in allen Lebensbereichen auszugeben scheint) suggerieren will.
    Wenn selbst 80% der Studenten der (Wirtschafts-)Informatik später im Beruf nichts mehr mit Programmieren zu tun haben will, dann verkennt Herr Yogeshwar wie so oft die tatsächliche Lage. Aber träumen darf man ja.



  • Wenn man eine gegebene Aufgabe per Programm lösen will und dazu passende mathematische Funktionen benötigt befasst man sich man sich automatisch und zwangsläufig mit der zugehörigen Mathematik. Das kann man auch ohne dass man vorher Mathematik studiert hat.
    Deshalb finde ich persönlich den pragmatischen Ansatz mit dem Programmieren anzufangen sympathischer.
    Etwas anderes ist es natürlich, wenn z.B. eine mathematische Funktionsbibliothek entwickelt werden soll die von anderen Programmen benutzt werden kann. Da können sich dann die Mathematiker und Informatiker austoben

  • ohne Grundverständnis in Mathematik/Logik geht Programmieren nicht. Deshalb, erst sollte Herr Yogeshwar erstmal mit Mathematik anfangen.

  • in den vergangenen jahren sind informatiker / programmierer zur wichtigsten berufsgruppe aufgestiegen, die wir uns denken können. (fast) nichts funktioniert ohne ihr zutun, kein smartphone, keine website, kein flugzeug, kein auto, keine medizinische notversorgung und selbstverständlich auch kein banking.

    leider - und das blendet der autor und herr yogeshwar aus - gibt es nahezu keine (ich würde behaupten weniger als 0,1%) fähige informatiker / programmierer. täglich muss ich in meinem beruf unter den unfähigkeiten dieser menschen leiden, vor allem, weil man als «gott» das testen von dingen nicht nötig hat und kleine programmierfehler «ups, da hab ich ne klammer nicht geschlossen» große auswirkungen haben, die jedoch von programmierern / informatikern in keinster weise realisiert werden.

    an dieser stelle ist immer noch eine große portion weltfremdheit, ja teilweise das unverständnis normaler, alltäglicher zusammenhänge hauptgrund von folgenreichen fehlern. ich zweifle nicht am grundsätzlichen geist dieser menschen, im gegenteil, sie vollbringen wunderbare, bemerkenswerte dinge, jedoch ist der fokus in geradezu autistischer weise derart begrenzt, dass viele wichtige dinge - welche aus einer reinen programmierung ein funktionierendes ganzes machen - einfach ausgeblendet werden.

    dies stellt eine zunehmende gafahr dar - wie diese zu lösen ist, weiss ich leider auch nicht. wir versuchen es neuerdings mit lohnkürzungen (jeder fehler = 1/4 stunde abzug auf dem stundenzettel).

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