Raumfahrt Wenn die Marssonde twittert

Immer mehr Forschungssonden im Weltraum berichten via Twitter von ihren Abenteuern im All – und sammeln Hunderttausende Fans. Die Social-Media-Teams polieren das Image der Raumfahrtbehörden kräftig auf.
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Mehr als 3,6 Millionen Menschen folgen dem Forschungsroboter bei Twitter. Quelle: dpa
Marsrover Curiosity

Mehr als 3,6 Millionen Menschen folgen dem Forschungsroboter bei Twitter.

(Foto: dpa)

WashingtonEin „frohes neues Jahr vom Mars“ wünschte der Rover Curiosity der US-Raumfahrtbehörde Nasa zum Jahresbeginn. An Weihnachten sei er zwar alleine auf dem Roten Planeten gewesen, „aber ich fühle mich nicht einsam“.

Als es vor den Feiertagen ein kleines Problem mit seinem Bohrer gab, beruhigte der Mars-Rover rasch: „Der Bohrer wird untersucht, aber die Forschung hat nie aufgehört“, hieß es per Kurznachrichtendienst Twitter. „Mir geht es gut, macht euch keine Sorgen über mich. Ich fahre schon wieder.“

Als der Mars-Rover landete
Mars Curiosity
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Am 6. August 2012 um 7.31 Uhr MESZ, landete der Nasa-Rover Curiosity (hier ein Modell) auf dem Mars ...

Mars Curiosity
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...und funkte erste Bilder von der Oberfläche des Roten Planeten zur Erde.

Xavier Cabrera of New York, celebrates while watching a live broadcast of the NASA Mission Control center, as the planetary rover "Curiosity" lands on Mars, in Time Square
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Die von der Nasa mit großem Aufwand beworbene Marslandung war ein nationales Großereignis und lockte zahlreiche Schaulustige an. Auf Großbildleinwänden wie hier auf dem Times Square in New York...

Jasper Goldberg, 22, and Andreas Bastian, 22, watch a live broadcast of the NASA Mission Control center, as the planetary rover "Curiosity" lands on Mars, in Time Square
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...verfolgten die Menschen das Geschehen anhand der Live-Bilder der US-Weltraumbehörde.

Mars Curiosity
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Im Nasa-Kontrollzentrum am Jet Propulsion Laboratory in Pasadena (Kalifornien)...

Collins waits during the "seven minutes of terror" as the Mars science rover Curiosity approaches the surface of Mars, prior to a successful landing, at Jet Propulsion Laboratory in Pasadena
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...herrschte in den Minuten des hoch komplizierten Landemanövers gespannte Erwartung.

Mars Curiosity lands
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Auch Nasa-Chef Charles Bolden war die Anspannung in den entscheidenden Minuten anzusehen.

Curiosity ist für die Nasa nicht nur wissenschaftlich eine Erfolgsgeschichte, sondern auch und vor allem unter Marketing-Gesichtspunkten. Mehr als 3,6 Millionen Menschen folgen dem Forschungsroboter, der im August 2012 auf dem Mars landete und dort nach Spuren von früherem Leben sucht, bei Twitter.

Bei Instagram sind es mehr als 100.000, bei Facebook mehr als 1,3 Millionen. „Was hat sechs Räder, einen Laser und ist jetzt auf dem Roten Planeten? Ich“, stellt sich der Rover seinen Fans dort vor.

Der fast 900 Kilogramm schwere Forschungsroboter von der Größe eines Kleinwagens twittert regelmäßig, witzig, schlagfertig und immer in Ich-Form. Dahinter steckt ein Social-Media-Team der Nasa im Jet Propulsion Labor im kalifornischen Pasadena, das schon Preise für seine Arbeit gewonnen hat.

„Curiosity ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Nasa beliebte Kanäle benutzt, um den Menschen die Weltraumforschung näherzubringen“, sagt Josh Greenberg, Direktor der School of Journalism and Communication an der Carleton University in der kanadischen Hauptstadt Ottawa. In den vergangenen drei Jahren habe der Rover die Zahl seiner Fans auf Twitter vervierfacht.

Das liege zwar auch am Wachstum von Twitter allgemein, sagt Greenberg, „aber es reflektiert auch, wie das Social-Media-Team der Nasa Twitter und Facebook genutzt hat, um ein ansonsten komplexes Wissenschaftsprogramm durch Witz, Charme und Anspielungen auf die Populärkultur zu humanisieren.“

„Danke, Erde, für das großartige Abenteuer“
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1 Kommentar zu "Raumfahrt: Wenn die Marssonde twittert"

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  • "Sergio Puntila27.01.2017, 09:30 Uhr
    Der Chefdemokratenfresser als Oberkommentator des HB sondert in gewohnt langweiliger Manier, klingt schon fast andressiert, was Sie hier tagtäglich vor sich hingeifern, werter Mark Hoffmann"

    Ich geifere nicht, ich kommentiere. Ich gebe mir den ganzen Tag große Mühe, jeden, aber auch wirklich jeden Artikel zu kommentieren,
    um die Leute von der grün-sozialistischen Murkselregierung zu warnen.

    Ja, ich bin ein Fan von Trump und Putin, das sind wenigstens noch zwei echte Kerle mit eigener Meinung, nicht wie unser sprechender Hosenanzug!

    Ja, ich bin ein Anhänger der AFD, denn nur diese Partei kann unser Reich noch retten!

    Nein, ich bin nicht arbeitslos und habe deshalb soviel Zeit Kommentare zu schreiben, ich bin arbeitssuchend!
    Danke

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