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RFID ist ein heißes Thema auf der Cebit Umstrittener Chip elektrisiert die Branche

Der Softwarekonzern SAP will weite Teile seiner Produktpalette auf die RFID-Technologie ausrichten. "Wo es sinnvoll ist, werden alle neuen Software-Produkte ?RFID-enabled? sein, also die Daten der Funketiketten verarbeiten können", kündigte Claus Heinrich, Mitglied des Vorstands der SAP im Gespräch mit dem Handelsblatt an.

HANNOVER. "RFID ist ein wichtiger technologischer Schub und ein Schritt auf dem Weg zum Real-time-Unternehmen, in dem alle Informationen sofort vorliegen und Entscheidungen schneller getroffen werden können", hofft Heinrich. Der Softwarekonzern arbeitet seit drei Jahren an der RFID-Technologie und hat mit Metro und Procter & Gamble erste Kunden, die die Funketiketten breit einsetzen wollen

RFID - diese vier Buchstaben versetzen zurzeit Industrie, Handel und IT-Branche gleichermaßen in Aufregung. Die so genannten Radio-Frequenz-Identification-Chips, kleine Halbleiter, speichern Informationen und stellen sie über Funk wieder zur Verfügung. Während Handel und Industrie hoffen, durch den Einsatz der Chips Kosten sparen zu können, wittern die IT-Firmen das große Geschäft. Entsprechend breiten Raum nimmt das Thema auf den Ständen der Computermesse Cebit ein.

Die Marktforscher von IDC gehen davon aus, dass die Ausgaben für RFID-Technologie von gut 91 Mill. $ im Jahr 2003 auf rund 1,3 Mrd. $ in 2008 ansteigen werden. Dabei werden nicht nur Halbleiterfirmen und Softwarehersteller profitieren. Die große Menge an Daten, die die RFID-Chips produzieren, erfordern auch neue Speicher- und Rechnerkapazitäten, was Hardware-Hersteller wie IBM oder Sun erfreut.

Der IT-Riese IBM zeigt entsprechend auch gleich in gleich mehreren Demonstrationen die Einsatzmöglichkeiten der Funkchips. So ist ein typisches Szenario aus der Fertigungsindustrie zu sehen, bei dem der Status der Produkte durch RFID-Chips jederzeit abrufbar ist. In einem Beispiel aus der Autoindustrie übernehmen die Chips die Steuerung des Materialflusses.

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