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Schaden von 800 Millionen Euro Illegales Kopieren von Spielfilmen wird Volkssport

Mit 13,3 Millionen Filmen wurden 2003 bis August fast so viele Spielfilme illegal heruntergeladen oder gebrannt wie im gesamten Vorjahr.

HB BERLIN. Das ergab eine repräsentative „Brennerstudie“ der Filmförderungsanstalt (FFA). Dadurch sei ein Schaden von 800 Mill. Euro entstanden. Die Branche will daher die Kampagne „Raubkopierer sind Verbrecher“ fortsetzen, sagte Elke Esser, Geschäftsführerin der Zukunft Kino Marketing, am Donnerstag in Berlin.

Esser sprach von einem „völlig fehlenden Bewusstsein, dass ein Film nicht nur ein kreativer Akt, sondern auch Arbeit ist“. Noch gelte das Brennen und Herunterladen als Kavaliersdelikt, wie etwa das Parken im Halteverbot. „Wir kennen Fälle, bei denen ein Direktor einer Grundschule seinen Schülern eine illegale Kopie von „Findet Nemo“ vorführen wollte“, berichtete Esser. Auch die anonyme Studie mit 10 000 Befragten (ab 10 Jahren) habe gezeigt, dass es kaum ein Unrechtsbewusstsein gebe. Die meisten illegalen Kopien werden demnach an Rechnern von Universitäten und am Arbeitsplatz angefertigt.

Das Herunterladen, Anbieten oder Kopieren von Filmen ist in der Regel illegal. Ausnahmen sind private Aufnahmen aus dem Fernsehen oder die Nutzung von kostenpflichtigen Internetportalen. Im vergangenen Jahr wurde die Strafverfolgung mit Hilfe der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen verschärft. Die Zahl der beschlagnahmten Raubkopien wuchs um 54 Prozent, immer mehr Täter bekamen Gefängnisstrafen. Als Beispiel nannte Esser einen Täter im Raum Hannover/Braunschweig, der mit 31 Brennern in der Wohnung tausende illegale Kopien herstellte und dafür drei Jahre hinter Gitter muss.

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