Schadsoftware Flame Israel schürt Cyber-War-Verdacht

Steckt Israel hinter der Cyber-Waffe „Flame“? Solche Vermutungen schürt Israels Vize-Premier Jaalon. „Flame“ scheint zudem von Programmierern zu stammen, die schon Attacken auf iranische Industrieanlagen gestartet haben.
Update: 29.05.2012 - 18:53 Uhr 2 Kommentare
Der Screenshot zeigt einen kleinen Ausschnitt des Quellcodes des Computer-Schädlings Flame, der vom russischen Antivirus-Unternehmen Kaspersky entdeckt und analysiert wurde. Quelle: dpa

Der Screenshot zeigt einen kleinen Ausschnitt des Quellcodes des Computer-Schädlings Flame, der vom russischen Antivirus-Unternehmen Kaspersky entdeckt und analysiert wurde.

(Foto: dpa)

Moskau/BerlinIT-Experten bezeichnen ihn als den machtvollsten Computer-Virus, den sie je gesehen haben: Das vom russischen Antivirus-Unternehmen Kaspersky Lab entdeckte Sabotageprogramm Flame spioniert seit über drei Jahren Computeranwender und Netzwerke im Iran, Nahen Osten und Nordafrika aus. „Die Komplexität und Funktionalität der neu entdeckten Schadsoftware übersteigt die aller bislang bekannten Cyber-Bedrohungen“, sagte Firmen-Chef Eugene Kaspersky am Dienstag.

Wer genau hinter der Programmierung von Flame steckt, konnte Kaspersky nicht sagen. In Israel schürte Vize-Premierminister Mosche Jaalon Gerüchte, sein Land stehe hinter der Cyber-Attacke. In einem Interview des Armeerundfunks sagte Jaalon, Israel sei damit „gesegnet, eine Nation zu sein, die überlegene Technologie besitzt“. „Diese Errungenschaft eröffnet uns alle möglichen Optionen.“ Die israelische Botschaft in Berlin hatte Handelsblatt Online zuvor auf Anfrage mitgeteilt, dass es keine offizielle Stellungnahme Israels zu Flame gebe.

Hinter dem neu entdeckten und auf Spionage spezialisierten Computervirus Flame stecken offenbar die bislang unbekannten Hacker, die vor zwei Jahren mit dem Virus Stuxnet iranische Atomanlagen attackiert haben. „Wir glauben, dass dieselben Programmierer beide Codes entwickelt haben“, sagte der Direktor des israelischen Sicherheitsunternehmens Power Communications, Ilan Froimovici, am Dienstag. Beide Viren nutzten dieselben Schwachstellen in den attackierten Systemen aus.

Die Regierung im Iran reagierte auf die Berichte über Flame mit einer scharfen Attacke auf Israel. Der iranische Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast sagte auf einer Pressekonferenz in Teheran, Flame sei „nichts Wichtiges“. „Es gibt nun mal illegitime Regime, die nur eines im Sinn haben: Verbreitung von Viren, um anderen Ländern zu schaden. Man sollte daher versuchen, nicht nur diese Viren, sondern auch die Ursache dieser Viren auszutrocknen.“

Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, dass viele Daten der iranischen Behörden von dem Flame Virus entweder gelöscht oder gestohlen wurden. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. Das iranische Telekommunikationsministerium und seine IT-Abteilung Maher verkündeten am Dienstag, dass sie ein spezielles Programm entworfen haben, das die iranische Behörden gegen komplizierte Viren, wie auch Flame, schützen würde.

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2 Kommentare zu "Schadsoftware Flame: Israel schürt Cyber-War-Verdacht"

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  • IP/Port Range Scan ist übel wenn im gescannten Range KOSTENPFLICHTIGE Wählverbindungen von Routern ausgelöst werden. Sehr gute Idee nach sowas zu suchen ist ein MX niedriger priorität (Hoher MX Zahlenwert) da von außen eine gegnerische Routingtabelle nie einsehbar ist, die MX Backups eiens Ntezs allerdings immer.

  • Viren nach Betriebssystem. Dann mal schauen was so ein Virus macht wenn er keine WINSOCK2.dll vorfindet mit der er kommunizieren kann gegen die er in 90% der Fälle gelinkt sein dürfte falls er was mit dem Internet macht.

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