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Schwarze Liste Google warnt US-Regierung: Huawei-Verbot gefährdet nationale Sicherheit

Eine von Huawei veränderte Android-Version könnte anfälliger für Hackerangriffe sein – auch staatliche. Googles Warnung scheint nicht ganz uneigennützig.
Update: 07.06.2019 - 07:52 Uhr Kommentieren
Google warnt US-Regierung: Huawei-Verbot gefährdet nationale Sicherheit Quelle: Reuters
Huawei-Smartphone

Die Geräte erhalten bald keine Android-Updates mehr.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf, WashingtonGoogle strebt laut einem Zeitungsbericht eine Erlaubnis der US-Regierung an, weiter mit dem chinesischen Huawei-Konzerns im Geschäft zu bleiben. Dabei gehe es vor allem darum, Huawei-Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android versorgen zu dürfen, schrieb die „Financial Times“ am Freitag. Der Internet-Konzern argumentiere, dass ein Ende der Zusammenarbeit schlecht für die Sicherheit der Nutzer wäre, hieß es unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen.

Führungskräfte des US-Tech-Riesen hätten die US-Regierung davor gewarnt, dass Huawei eine eigene Version des Android-Betriebssystems entwickeln würde, wenn Huawei-Geräte nicht von Google mit neuen Updates versorgt werden würden. Eine von Huawei modifizierte Hybrid-Version von Android, so Google, könnte anfälliger für Hackerangriffe sein – auch staatliche. Das wiederum könne auch die nationale Sicherheit der USA gefährden, so die Argumentation von Google.

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Googles Warnung scheint nicht ganz uneigennützig: Denn bei einer von Huawei entwickelten Hybrid-Version von Android hätte der US-Konzern auch keinen Zugriff mehr auf Millionen Nutzerdaten, deren Auswertung und Verwendung für Werbezwecke wesentlicher Teil des Geschäftsmodells ist.

Die USA hatten Mitte Mai Huawei auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Wer US-Technik an Huawei verkaufen oder transferieren will, muss eine Lizenz erwerben. Diese kann verweigert werden, wenn Sicherheitsinteressen berührt sind.

Zugleich lockerte US-Präsident Donald Trump aber die Maßnahmen für 90 Tage. Für Nutzer von Huawei-Smartphones bedeutet der Schritt unter anderem, dass Google die Telefone heutiger Huawei-Kunden bis Mitte August weiter in vollem Umfang mit Updates und Apps versorgen kann. Für die Verwendung von US-Technologie in neuen Produkten gilt die Lockerung aber nicht. Huawei kündigte bereits an, ein eigenes Betriebssystem für seine Smartphones spätestens im nächsten Jahr zur Marktreife zu bringen.

Huawei ist der zweitgrößte Smartphone-Anbieter der Welt und auch ein führender Netzwerkausrüster.

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  • Bloomberg
  • dpa
  • HB
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