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Sinkende Preise Handelsstreit setzt Preise von Huawei-Smartphones unter Druck

Durch die Sanktionen der USA leidet das Image von Huawei. Die Folge: Die Preise für die neuen Smartphones des chinesischen Herstellers sinken.
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Darum ist der Kauf eines Huawei-Smartphones derzeit ein Risiko

Düsseldorf Der Handelsstreit zwischen den USA und China hat auch für Smartphone-Nutzer in Deutschland konkrete Folgen: Wer ein Modell von Huawei verwendet, bekommt beispielsweise wegen der Sanktionen gegen den Elektronikhersteller bald keine Updates mit neuen Funktionen mehr – zumindest wenn es nicht vorher zu einer Einigung kommt.

Die Verunsicherung veranlasst einige Händler offenbar zu Preisnachlässen. So ist der Tiefpreis für das aktuelle Spitzenmodell Huawei P30 Pro seit Bekanntwerden der Sanktionen am 19. Mai um bis zu zwölf Prozent auf 639 Euro gefallen, wie das Vergleichsportal Idealo.de ermittelt hat. Inzwischen kostet es wieder 679 Euro.

Ein möglicher Grund für den erneuten Anstieg: Das Interesse am P30 ist weiter groß ist. Das Portal verzeichnete im gleichen Zeitraum 58 Prozent mehr Klicks auf Angebote. „Wir sind noch nicht sicher, ob sich die Nutzer aktuell nur aufgrund der Berichterstattung über die Preise informieren wollen oder ob sie sich noch die aktuelle Variante sichern wollen.“

Die Preisentwicklung hat nicht ausschließlich mit den aktuellen Geschehnissen zu tun, die meisten Smartphone-Modelle werden in den Monaten nach der Markteinführung deutlich günstiger. Zudem ist eine gewisse Schwankung üblich.

Allerdings hat im Zuge der Streitigkeiten das Image der Marke Huawei bei vielen Verbrauchern gelitten, die Empfehlungsbereitschaft ist deutlich gesunken. Das dürfte es deutlich erschweren, hohe Preise anzusetzen. Es zeichne sich ein Negativtrend ab, die Zahlen seien aber noch „mit Vorsicht zu genießen“, ordnet Idealo.de die Entwicklung ein.

Auch bei den Mittelklasse-Modellen P30 Lite sanken die Preise deutlich, binnen einer Woche betrug das Minus je nach Farbvariante zwischen 15 und 21 Prozent, wie Idealo.de ermittelt hat. Sie kosten derzeit rund 280 Euro. Das Portal Guenstiger.de registriert ebenfalls sinkende Preise, wobei der Nachlass beim P30 Lite mit neun Prozent am größten ist, beim P30 Pro mit drei Prozent am geringsten.

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Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy A50, das mit dem P30 Lite vergleichbar ist, wurde zuletzt etwas teurer. Das Galaxy S10, das mit dem das P30 Pro konkurriert, verlor seit dem 19. Mai rund fünf Prozent an Wert.

Wer jetzt ein Smartphone von Huawei oder der Submarke Honor kauft, soll auch nach Ablauf einer Übergangsphase Sicherheitsupdates erhalten und Zugang zum Play Store mit den Apps und Online-Diensten bekommen – das gilt nach Angaben von Huawei auch für Geräte, die beispielsweise bei Elektronikhändlern und Telekommunikationsanbietern auf Lager sind.

Nach jetzigem Stand können Nutzer die Huawei-Smartphones ohne Einschränkungen verwenden. Nur auf neue Versionen des Betriebssystems Android müssen sie verzichten. Trotzdem sind viele Verbraucher vorsichtig – und einige Unternehmen ebenso: Die Telekom fordert ihre Mitarbeiter auf, keine Huawei-Smartphones mehr als Diensthandys zu bestellen.

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