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Skepsis bei Experten Festnetz soll zur Wunderstrippe werden

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Telekom-Vorstandschef Ricke will bis Juni zehn Städte an das Hochgeschwindigkeitsnetz VDSL anschließen. Foto: dpa Quelle: dpa

Telekom-Vorstandschef Ricke will bis Juni zehn Städte an das Hochgeschwindigkeitsnetz VDSL anschließen. Foto: dpa

(Foto: dpa)

Hellgrens Kollege Robert Gallecker von der Bayerischen Landesbank ist von den Ankündigungen der Telekom auf der Messe noch nicht begeistert: "Wirklich Neues ist nicht dabei." Entscheidend sei jetzt, wie das Angebot aussehe und wie es schließlich angenommen werde, betont der Analyst: "Irgendwo Leitungen zu vergraben ist weniger das Problem." Die Hauptaufgabe komme anschließend - die Kunden zum Wechsel zu einem Rundumpaket zu bewegen.

Das werde für die Unternehmen teuer, meint Nikolaus Bremerich, Telekommunikationsexperte bei der Wiesbadener Beratungsgruppe Marketing-Partner. Denn im Wesentlichen gehe es bei Triple Play um Angebote, die bereits heute viele Menschen nutzten. Der Vorteil liege für sie vor allem in möglichen Einsparungen und dem Service aus einer Hand. Einer Umfrage der Consultants zufolge haben immerhin 20 Prozent der Deutschen Interesse. Und die Experten von Mummert Consulting vermuten, dass bis zum Jahr 2010 rund drei Millionen Haushalte in Deutschland Fernsehen, Telefon und Internet im Paket beziehen. Die Unternehmensberatung A.T. Kearney schätzt das potenzielle Marktvolumen für Triple Play in Deutschland sogar auf rund 29 Mrd EUR - es wäre damit größer als der heutige Mobilfunkmarkt, der auf 20 Mrd kommt.

Aufbau des Supernetzes VDSL

Derzeit sind die Festnetzbetreiber gerade damit beschäftigt, ihre Netze für die neuen Angebote wirklich fit zu machen. So hat die Deutsche Telekom zur Cebit verkündet, parallel zum Aufbau ihres Supernetzes VDSL zunächst für 200 Mill. Euro eine Zwischenstufe zu bringen, bei der die Daten immerhin schon mit 16 Megabit pro Sekunde sausen - das Achtfache eines heutigen Standardanschlusses. Und ihr Rivale Arcor, der zweitgrößte deutsche Festnetzanbieter, will in den kommenden Monaten über 100 neue Ortsnetze erschließen. Damit sei dann mehr als die Hälfte der Haushalte erreichbar, sagte Vorstandschef Harald Stöber auf der Cebit.

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