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Smartphone-Hersteller Neue Regeln für den App Store: Apple halbiert Gebühren für kleine Entwickler

Die Regeln für den App Store stehen in der Kritik. Nun senkt Apple die Gebühren für Entwickler mit weniger als einer Million US-Dollar Umsatz.
18.11.2020 - 12:06 Uhr Kommentieren
Der iPhone-Hersteller passt seine Preispolitik an. Quelle: AP
Apple-Chef Tim Cook

Der iPhone-Hersteller passt seine Preispolitik an.

(Foto: AP)

Düsseldorf In den vergangenen Monaten ist die Kritik an Apple immer lauter geworden – einige App-Entwickler klagten öffentlich über die Regeln und die Gebühren im App Store. Der Musikanbieter Spotify hat gar eine Kartellklage eingereicht. Nun macht der Hersteller von iPhone und iPad ein Zugeständnis an kleine Entwickler: Diese sollen künftig unter bestimmten Umständen statt 30 nur noch 15 Prozent Kommission zahlen.

Für das „App Store Small Business Program” werden alle Entwickler zugelassen, die im laufenden Jahr abzüglich der Gebühr weniger als eine Million US-Dollar erwirtschaften, teilte Apple am Mittwoch mit. Für sie gilt beim Verkauf von Software und digitalen Inhalten ab 2021 die reduzierte Kommission. Sobald sie die Schwelle erreichen, wird auf künftige Einnahmen wieder die Standardrate fällig.

Als Begründung für das Programm führte Apple die „globalen wirtschaftlichen Herausforderungen“ durch die Coronakrise ins Feld. Kleine und unabhängige Entwickler seien besonders durch geschäftliche Schwankungen und Rückgänge betroffen, dabei seien sie essenziell für die Vielfalt im App Store und somit entscheidend für das Ökosystem.

Zudem wies der Konzern darauf hin, dass er die Regeln für den App Store „konstant weiterentwickelt“. In der Vergangenheit hatte er beispielsweise auf Druck von Entwicklern die Gebühr für sogenannte „Reader Apps“ mit Inhalten wie Musik, Video und E-Books sowie für Abonnements ab dem zweiten Jahr gesenkt.

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    Wie viele der 28 Millionen App-Entwickler von den neuen Regeln voraussichtlich profitieren, legte Apple nicht offen – der reduzierte Satz gelte aber für „die überwiegende Mehrheit“ der Anbieter, die im App Store Software und digitale Inhalte verkaufen. Viele Programme, darunter beliebte wie Facebook, Twitter und Tiktok, finanzieren sich indes über Werbung, auf die Apple keine Gebühr verlangt.

    Massive Kritik an Preispolitik

    Auch zu den Auswirkungen auf den Umsatz äußerte sich der wertvollste börsennotierte Konzern der USA nicht. Nach einer Analyse des TV-Senders CNBC erwirtschafteten Entwickler im vergangenen Jahr über den App Store rund 50 Milliarden Dollar, wovon Apple 15 Milliarden Dollar einbehielt. Dazu dürften einzelne Programme einen beträchtlichen Teil beitragen.

    Aus Gerichtsunterlagen ist beispielsweise bekannt, dass das Spiel „Fortnite“, das derzeit nicht auf iPhone und iPad verfügbar ist, seit dem Start 2017 allein mit Apple-Nutzern rund 1,2 Milliarden Dollar erwirtschaftet haben dürfte.

    Die Preispolitik von Apple ist in den vergangenen Monaten massiv in die Kritik geraten. Unternehmen wie der Spieleanbieter Epic Games („Fortnite“) und der Musikdienst Deezer haben eine „Coalition for App Fairness“ gegründet, mit der sie auf eine Änderung der Regeln drängen. Für den größten Unmut sorgt die Gebühr, die Apple seit der Einführung des App Stores im Jahr 2008 auf bestimmte Transaktionen erhebt, zumeist 30 Prozent. Von der Senkung werden diese Konzerne aufgrund ihrer Größe jedoch nicht profitieren.

    Nicht zuletzt ist Apple ins Visier von Kartellbehörden in Europa und den USA geraten. Der Elektronikhersteller warnt im aktuellen Jahresbericht erstmals, dass der Druck der Regulierungsbehörden zu „materiellen finanziellen Schäden“ führen könne.

    Mehr: Anti-Apple-Allianz: Wogegen Spotify, Epic Games und Tinder protestieren

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