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SmartphoneherstellerHalbleiterengpass: Samsung bringt neues Galaxy Note wohl erst 2022 auf den Markt

Dem Weltmarktführer bei Smartphones gehen die Bauteile aus. Das könnte sich auch auf den Marktstart des neuesten Business-Flaggschiffs auswirken. 17.03.2021 - 14:59 Uhr Artikel anhören

Der Elektronikkonzern bekommt die Auswirkungen des Chipmangels zu spüren.

Foto: Reuters

Düsseldorf. Der weltgrößte Smartphone-Hersteller hat vor Schwierigkeiten auf Grund der globalen Knappheit an Halbleitern gewarnt. Das aktuelle Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei Computerchips und deren Komponenten sei „sehr ernst“ und stelle im zweiten Quartal ein „leichtes Problem“ dar, sagte Firmen-Vizechef Koh Dong Jin, der für das Smartphone-Geschäft zuständig ist, auf der Hauptversammlung des südkoreanischen Konzerns.

Wegen der zunehmenden Digitalisierung und der starken Nachfrage nach Technologie in der Coronakrise ist der Bedarf an Halbleitern unerwartet stark in die Höhe geschnellt. „Ungeachtet der schwierigen Umstände treffen unsere Führungskräfte sich mit Partnern in Übersee, um diese Probleme zu lösen“, sagte Koh. Es sei schwer zu sagen, ob die Knappheit bereits vollständig behoben sei.

Koh erklärte weiter, dass es durchaus möglich sei, dass Samsung die Einführung seines neuen Flaggschiffmodells deswegen das erste Mal seit Jahren verschieben wird. Der Marktstart des Galaxy Note ist bisher für die zweite Jahreshälfte terminiert. Die Note-Serie macht Schätzungen zufolge zwar nur fünf Prozent der Verkäufe Samsungs aus, trägt aber aufgrund des hohen Preises überproportional zum Umsatz bei.

„Die Note-Serie markiert das High-End-Modell unserer Portfolios im Business-Bereich“, sagte Koh. Es könne eine Last sein, zwei Spitzenmodelle in einem Jahr vorzustellen, erklärte der Manager. Bereits im Januar hatte Samsung mit dem Galaxy S21 Privatkunden mit neuen Geräten versorgt. „Der Zeitplan für kann sich noch ändern, aber wir peilen einen Start des Note für das kommende Jahr an“, hieß es weiter.

Damit schlägt der Halbleitermangel immer stärker in der Unterhaltungselektronik durch. Experten erwarten Schwierigkeiten bei allen Herstellern außer Apple, das sich als Selbstversorger versucht. Gerade bei PC-Komponenten und Displays für allerlei Geräte werden Auswirkungen der Produktionsengpässe erwartet, auch die Fertigung von 5G-Modems leidet darunter. Im PC-Bereich sind etwa Grafikkarten im High-End-Bereich schwer erhältlich und auch nur zu mehreren Hundert Prozent höheren Preisen.

Weitere Probleme bei VW

Die Mangelversorgung geht auf Produktionskürzungen in der Coronakrise zurück. Aufträge aus der Automobilindustrie fielen zu einem großen Teil weg. Elektronikhersteller griffen dafür umso stärker zu, da die Geräte im Lockdown gefragt waren. Dann erholte sich die Automobilnachfrage unerwartet schnell. Die Zulieferbetriebe vor allem in Asien brauchen aber Zeit, um die Gesamtproduktion nun entsprechend auszuweiten – allen voran der Weltmarktführer Qualcomm.

Das führt auch bei den Fahrzeugherstellern seit Monaten immer wieder zu Produktionsstopps und Werksschließungen. Nun trifft es auch wieder Volkswagen. Hier soll die Arbeit an zwei Montagelinien für die Modelle Tiguan, Touran und Tarraco von Montag (22.3.) bis Freitag (26.3.) fünf Tage lang ruhen. Dies teilte VW am Mittwoch mit. Grund sei ein fehlendes elektronisches Bauteil.

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Es hatte seit dem Jahreswechsel bereits mehrmals Schließtage und Kurzarbeit an VW-Standorten gegeben. Das Wolfsburger Hauptwerk war schon im Februar betroffen. In Emden hatte es zuvor ebenfalls Einschränkungen gegeben. Auch in konzerninternen Zulieferwerken wie Braunschweig musste die Produktion gedrosselt werden. Bei der Tochter Audi und weiteren Herstellern kam es zu ähnlichen Schritten. Auch Daimler und GM hatten Probleme, ebenso Zulieferer wie Continental oder Bosch.

rtr, alm
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