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Smartphonehersteller So groß ist Huawei im Vergleich zu Apple und Samsung

In den USA verkauft Huawei fast keine Smartphones. In Deutschland hingegen sind die Geräte sehr beliebt. Nutzer müssen mit Einschränkungen rechnen.
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Smartphones von Huawei gehören zu den meistverkauften in Deutschland. Quelle: AFP
Huawei

Smartphones von Huawei gehören zu den meistverkauften in Deutschland.

(Foto: AFP)

DüsseldorfHuawei gerät im Handelsstreit zwischen den USA und China noch stärker unter Druck. Nachdem die US-Regierung den chinesischen Konzern auf die sogenannte „Entity List“, also eine Art schwarze Liste, gesetzt hat, sind Google und einige namhafte Chiphersteller mit einem Boykott gefolgt. Google liefert kein Android mehr aus, Chipkonzerne wie Qualcomm stellen die Zulieferung ein.

Die nächste Eskalationsstufe im Handelsstreit könnte ernsthafte Folgen für den Gesamtkonzern haben und vor allem Nutzer in Europa betreffen. Das zeigt ein Blick auf die Unternehmensdaten.

So lag Huaweis Anteil am weltweiten Smartphone-Markt im vergangenen Jahr bei 13 Prozent. Nur Apple (13,4 Prozent) und Samsung (19 Prozent) verkauften mehr Geräte. Allerdings stiegen deren Verkaufszahlen nicht so stark wie die von Huawei.

Daten des Beratungsunternehmens Gartner zufolge hat der chinesische Konzern 2018 fast 203 Millionen Smartphones verkauft und damit 34,8 Prozent mehr als im Jahr davor. Apple hingegen musste mit 209 Millionen verkauften iPhones einen Rückgang von knapp drei Prozent hinnehmen. Samsung, mit 295 Millionen verkaufen Geräten der größte Smartphonehersteller der Welt, hat im vergangenen Jahr 8,2 Prozent weniger abgesetzt.

Beim Umsatz kann Huawei noch nicht mit den großen Konkurrenten aus den USA und Südkorea mithalten. 2018 lag er bei 97,4 Milliarden Euro. Samsung erzielte einen Umsatz von knapp 191 Milliarden Euro, Apple kam auf etwa 240 Milliarden Euro.

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Auch beim Gewinn hinkte Huawei hinterher. 2018 lag dieser bei 7,9 Milliarden Euro. Bei Samsung blieben unterm Strich 34,6 Milliarden Euro, Apple verdiente im vergangenen Jahr über 53 Milliarden Euro.

Eine genauere Analyse der Umsatzzahlen zeigt, dass Google und die Chiphersteller mit ihrem Boykott Huaweis Kerngeschäft treffen. Denn mittlerweile ist das Consumer-Geschäft – also der Bereich, der Smartphones, Tablets, Notebooks und Wearables beinhaltet und auf Chips ausländischer Hersteller angewiesen ist – der größte Umsatzbringer von Huawei.

Fast 49 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt Huawei mit dem Verkauf dieser Geräte. Der Umsatz der Consumer-Sparte ist im Vergleich zu 2017 um über 45 Prozent gestiegen.

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Die regionale Verteilung des Umsatzes zeigt wiederum, dass der Huawei-Bann vor allem Nutzer aus Europa trifft. 27 Prozent der Einnahmen stammen aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Nur 6,5 Prozent aus Nord- und Südamerika.

Mehr als 50 Prozent des Umsatzes stammt aus China. Dort allerdings sind die Nutzer nicht vom Boykott betroffen, da China den Zugriff auf den Playstore von Google und somit auch auf die Apps des Android-Herstellers nicht erlaubt.

Der Marktanteil von Huawei in den USA wiederum ist mit unter einem Prozent verschwindend gering. Anders sieht das in Deutschland aus. Dort war das Huawei P20 Lite von Huawei im Juli 2018 mit einem Marktanteil von zehn Prozent das meistverkaufte Smartphone. Diese Kunden müssen nun damit rechnen, dass ihre Huawei-Smartphones an Wert verloren haben. Zudem drohen Einschränkungen bei der Funktionalität.

Mehr: Google stellt Huawei sein Betriebssystem Android nicht mehr zur Verfügung. Ein Überblick, welche Folgen die Sperre für Smartphonehersteller und Verbraucher hat.

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