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Softwarehersteller Hoffnungszeichen für SAP: Kunden planen höhere Investitionen

Obwohl die wirtschaftliche Unsicherheit groß ist, investieren viele Unternehmen in neue SAP-Software. Trotzdem gibt es Warnzeichen für den Konzern.
21.01.2021 - 14:42 Uhr Kommentieren
Ab in die Wolken: Für den Konzern hat das Cloud-Computing noch einmal an Bedeutung gewonnen. Quelle: Reuters
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Ab in die Wolken: Für den Konzern hat das Cloud-Computing noch einmal an Bedeutung gewonnen.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf In der Coronakrise haben viele Unternehmen wegen der wirtschaftlichen Unsicherheit ihre SAP-Projekte aufgeschoben – doch mittlerweile herrscht wieder mehr Zuversicht. Das geht aus einer Umfrage der Kundenorganisation DSAG hervor, in der Mitglieder aus mehr als 3700 Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum organisiert sind. Für den Softwarehersteller, der fürs laufende Jahr eine vorsichtige Prognose veröffentlicht hat, ist das ein ermutigendes Zeichen.

In diesem Jahr wollen 35 Prozent der SAP-Kunden die Investitionen stabil halten und 43 Prozent sogar erhöhen. Sinken werden die Budgets bei 18 Prozent der Firmen. „Die pessimistische Stimmung von Sommer 2020 ist einem verhaltenen Optimismus gewichen“, sagte der DSAG-Vorsitzende Jens Hungershausen.

Das gilt indes nicht für alle Branchen: Das produzierende Gewerbe investiert beispielsweise mehr als der Dienstleistungssektor und der Handel – aus Sicht von Hungershausen „ein klares Indiz für die direkten Auswirkungen der Coronakrise“ in diesen Wirtschaftszweigen.

Die DSAG hat von November bis Januar Vertreter aus 244 Unternehmen befragt, es handelt sich damit um ein nicht repräsentatives Stimmungsbild. Die Mitglieder gelten gegenüber SAP als vergleichsweise loyal.

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    Ein weiteres Hoffnungszeichen für SAP: Die Akzeptanz von S/4 Hana steigt weiter, also dem Kernprodukt des Dax-Konzerns, mit dem Organisationen ihre betriebswirtschaftlichen Prozesse planen.

    SAP muss noch Überzeugungsarbeit leisten

    56 Prozent der Unternehmen planen mittlere oder hohe Investitionen, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr (52 Prozent). Allerdings haben 18 Prozent der Bestandskunden weiterhin nicht vor, das System einzuführen.

    Mit dem Umstieg lassen sich indes viele DSAG-Mitglieder Zeit: Mehr als die Hälfte plant die Einführung erst in den nächsten Jahren oder sogar noch später. Der Umstieg gehe „kontinuierlich voran“, sagte Hungershausen, aber „dass aktuell eine gewisse Zurückhaltung zu spüren ist, ist in diesen Zeiten verständlich“.

    Grafik

    Der Manager, der im Hauptberuf IT-Chef des Großhändlers Mega eG ist, warnte vor „deutlichen Auswirkungen auf den Beratermarkt“. Sprich: Wenn zahlreiche Unternehmen das große Programmpaket auf einmal einführen wollen, kann es zu einem Engpass bei den Spezialisten für derartig aufwendige Projekte kommen.

    SAP muss für sein Kernprodukt sechs Jahre nach der Einführung immer noch Überzeugungsarbeit leisten. Der Softwarehersteller hat zwar bis Ende September vergangenen Jahres 15.100 Verträge für das Programmpaket abgeschlossen, darunter zwischen 30 und 40 Prozent mit Neukunden. Viele der 35.000 Unternehmen, die die Vorgängerversion nutzen, zögern aber noch. Ein Update wird der Dax-Konzern am 29. Januar mit den Jahreszahlen veröffentlichen.

    Besonders bei der Cloud-Version, die für den Softwarehersteller bei der Entwicklung Priorität hat, ist noch einiges zu tun: Unter den DSAG-Mitgliedern ist sie nur für eine Minderheit von zwölf Prozent ein Thema. In Deutschland ist die Skepsis gegenüber IT aus der Datenwolke vergleichsweise hoch.

    Der DSAG-Vorsitzende Hungershausen forderte SAP auf, noch mehr für die Kunden zu tun – zum Beispiel durch eine nahtlose Integration der vielen Lösungen im Portfolio, die die Einführung erleichtert und die Betriebskosten senkt.

    Mehr: Wie die neue SAP-Vorständin Julia White für mehr Kundenzufriedenheit sorgen soll

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