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Softwarekonzern Gute Zahlen verschaffen dem neuen SAP-Chefduo Rückenwind

SAP hat alle finanziellen Ziele erreicht. Jennifer Morgan und Christian Klein starten mit guten Zahlen ins neue Jahr – und können jetzt die Strategie neu justieren.
28.01.2020 - 17:05 Uhr Kommentieren
Es gibt viel zu tun für die neuen SAP-Chefs. Quelle: Reuters
Christian Klein und Jennifer Morgan

Es gibt viel zu tun für die neuen SAP-Chefs.

(Foto: Reuters)

Walldorf So ein Blitzlichtgewitter gibt es in Walldorf selten. Als Christian Klein und Jennifer Morgan in der SAP-Zentrale auf die Bühne treten, rücken die Fotografen und Kameraleute ganz nah ran. Die beiden sind erst seit Oktober die Co-Chefs des Softwareherstellers, viele gemeinsame Bilder gibt es von ihnen noch nicht. Der Auflauf zeige das „hohe Interesse an der positiven Entwicklung der Firma“, nutzt Klein die Vorlage.

Tatsächlich: Die beiden Co-Chefs präsentieren bei der Veröffentlichung der Jahreszahlen ein Unternehmen, dass finanziell in ordentlicher Verfassung ist. 2019 gelang es, alle Ziele zu erreichen, für 2020 hat das Management die bisherige Prognose leicht angehoben.

Das Cloud-Geschäft wächst weiter kräftig, und bei der Profitabilität, auf die Aktionäre und Analysten derzeit besonders achten, zeichnen sich deutliche Verbesserungen ab. Er habe bei der Margenentwicklung „große Erwartungen“, betonte Finanzchef Luka Mucic.

Dieses Ergebnis verschafft Christian Klein und Jennifer Morgan Zeit. Als der Aufsichtsrat um Hasso Plattner sie im Oktober nach dem überraschenden Rücktritt von Bill McDermott ernannte, hatten die beiden kaum Gelegenheit, sich über die Strategie Gedanken zu machen: Gerade war das vierte Quartal mit dem wichtigen Jahresabschlussgeschäft angebrochen – daher beschworen sie die Kontinuität. „Die guten Ergebnisse erleichtern es den beiden, ihre Strategie zu entwickeln“, sagte Holger Müller, Analyst bei Constellation Research, dem Handelsblatt.

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    Es sei viel zu tun, trotz der guten Zahlen, betonte der Softwarespezialist: Die Planung für die Produktentwicklung muss konkreter werden, die Integration der verschiedenen Systeme ist noch nicht abgeschlossen, und vielen Kunden ist noch nicht klar, warum sie das Programmpaket S/4 Hana einführen sollen.

    Teure Restrukturierung

    Große Überraschungen enthielten die Ergebnisse für 2019 nicht – SAP ist für die Aktionäre berechenbar, zumindest, was die Zahlen betrifft. Er sei stolz, dass der Konzern schon seit einem halben Jahrzehnt die eigenen Ziele erreiche, betonte Finanzchef Mucic.

    So wuchs der Umsatz wie avisiert um rund zwölf Prozent auf 27,55 Milliarden Euro. Die Neuausrichtung der vergangenen Jahre unter der Führung von Bill McDermott war wegen der vielen Übernahmen teuer, zahlt sich nun aber aus.

    Grafik

    Für die positive Entwicklung war vor allem das Cloud-Computing verantwortlich, das um 39 Prozent auf 6,93 Milliarden Euro zulegte. Für immer mehr Kunden werden Programme und Dienstleistungen aus dem Netz, die auf Knopfdruck nutzbar sind, zum Standard.

    Längst steuert dieses Geschäft deutlich mehr Umsatz bei als der klassische Lizenzverkauf – der ist beim deutschen Softwarehersteller mit einem Minus von zwei Prozent auf 4,53 Milliarden Euro im Vergleich zu Konkurrenten wie Oracle aber halbwegs stabil.

    Auch der deutliche Rückgang des Betriebsergebnisses auf 4,5 Milliarden Euro war im Grunde zu erwarten: Durch eine große Restrukturierung, die das Management als „Fitnessprogramm“ bezeichnete und bei der 4 000 Stellen abgebaut wurden, fielen Kosten in Höhe von 1,13 Milliarden Euro an, auch die Übernahme des Marktforschungsspezialisten Qualtrics schlug zu Buche.

    Zudem kosteten die anteilsbasierten Vergütungen für die Mitarbeiter 1,82 Milliarden Euro. Kein Wunder: Der Aktienkurs erreichte 2019 ein Rekordhoch.

    Aktionäre reagieren skeptisch
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