Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Soziale Medien bei der US-Wahl Facebook und Twitter machen Fortschritte im Kampf gegen Fake News

Trump wütet, Twitter reagiert: Die sozialen Netzwerke haben sich auf den aktuellen US-Wahlkampf besser vorbereitet als 2016. Das zeigt Wirkung.
04.11.2020 - 20:15 Uhr Kommentieren
Bis der nächste US-Präsident feststeht, stehen Twitter, Facebook und andere soziale Medien vor großen Herausforderungen durch Falschmeldungen. Quelle: AP
Donald Trump (l.) und Joe Biden

Bis der nächste US-Präsident feststeht, stehen Twitter, Facebook und andere soziale Medien vor großen Herausforderungen durch Falschmeldungen.

(Foto: AP)

Düsseldorf Donald Trump meldete sich, natürlich, mit einem Tweet zu Wort. Mitten in der Wahlnacht, als in vielen Staaten die Auszählungen gerade erst liefen, veröffentlichte er einen schweren Vorwurf: „Wir haben einen großen Vorsprung, aber sie versuchen, die Wahl zu stehlen“, behauptete der US-Präsident auf seinem liebsten Kommunikationskanal, ohne einen Beleg dafür zu nennen.

Twitter ließ Trumps Aussage so nicht stehen. Diese sei „möglicherweise irreführend“, hieß es in einem Hinweis, den das Online-Netzwerk dazustellte. Das soziale Netzwerk Facebook erklärte unter einem gleichlautenden Kommentar des Politikers, dass die Auszählung noch laufe – und verwies auf ein „Wahl-Informationszentrum“.

Die Ereignisse zeigen, vor welchen Herausforderungen Twitter, Facebook und andere soziale Medien stehen, bis der nächste Präsident feststeht: Die Plattformen sind für viele Amerikaner die wichtigsten Nachrichtenquellen geworden und haben damit eine ähnlich große Verantwortung wie klassische Medien, die Konflikte in den gespaltenen Staaten von Amerika nicht mit falschen Informationen weiter anzufachen.

Twitter hat die Aussage der Politikers mit einem Warnhinweis versehen. Quelle: dpa
Tweet von Trump

Twitter hat die Aussage der Politikers mit einem Warnhinweis versehen.

(Foto: dpa)

Anders als 2016 hat die Diskussion um Falschmeldungen und Wahlmanipulation die Unternehmen nicht überrascht. Seit Monaten bereiten sie sich auf Szenarien vor, in denen Unsicherheiten über den Wahlausgang bestehen und Kandidaten Zweifel an der Legitimität des Verfahrens säen, wie es der Amtsinhaber mit falschen Behauptungen zur angeblichen Unsicherheit der Abstimmung per Brief immer wieder getan hat.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die Maßnahmen der Digitalkonzerne zeigen Erfolg. „Facebook scheint hier in den vergangenen Jahren, auch durch eine Zusammenarbeit mit Fact-Checking-Anbietern, Fortschritte gemacht zu haben“, sagte Medienwissenschaftler Philipp Müller von der Universität Mannheim im Rahmen eines Hintergrundgesprächs des Science-Media-Zentrums in Köln. „Studien aus den USA legen nahe, dass die Verbreitung von Falschinformationen über Facebook im Vergleich zu 2016 zurückgegangen ist.“

    Die Aufgabe der Techkonzerne ist allerdings schwierig: „Die wachsende Bereitschaft der wichtigsten Plattformen, problematische Inhalte mit Warnungen zu versehen oder sogar ganz zu löschen, ist grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung“, urteilt Axel Bruns, Professor für Medien- und Kommunikationsforschung an der australischen Queensland University of Technology.

    Der Erfolg sei jedoch eher beschränkt: „Eingefleischte Unterstützer von Verschwörungstheorien werden derlei Gegenmaßnahmen eher als ein Zeichen sehen, dass ‚das Establishment‘ sie wirklich auszugrenzen sucht.“

    Philipp Müller hält es für effektiver, die Verbreitung von Desinformation gleich zu unterbinden und den Inhalten so nicht noch Aufmerksamkeit zu geben. „Das versuchen Facebook und Twitter auch bereits und sind dabei auf jeden Fall erfolgreicher als 2016.“

    Mehr: Lügen, Rassismus, Spaltung: Warum trotzdem so viele Amerikaner für Trump stimmen

    Startseite
    Mehr zu: Soziale Medien bei der US-Wahl - Facebook und Twitter machen Fortschritte im Kampf gegen Fake News
    0 Kommentare zu "Soziale Medien bei der US-Wahl: Facebook und Twitter machen Fortschritte im Kampf gegen Fake News"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%