Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Soziale Netzwerke Facebook tut alles, damit keiner wählt

Seite 2 von 2:
Fragwürdige Einstellung zur Demokratie

Selbst korrekte Zeitzonen nennt Facebook nicht. So werden in der deutschen Übersetzung die Zeiten für das Wahlende oder den Live-Webcast in GMT (Greenwich Meantime) oder PST (Pacific Standard Time) angegeben. Die meisten deutschsprachigen Nutzer befinden sich aber in der mitteleuropäischen Zeitzone (CET/GMT+1).

Mit solchen Strategien haben die Macher von Facebook schon bei vergangenen Wahlen dafür gesorgt, dass nicht einmal die Promille-Grenze bei der Wahlbeteiligung erreicht wurde. Diese fragwürdige Einstellung zur Demokratie wird wohl auch der Grund dafür sein, dass Facebook mit der anstehenden Wahl dieses Pseudowahlrecht gleich ganz abschaffen will. Nebenbei werden noch ein paar Änderungen bei der Verwendung der Datensätze mitgenommen.

Die jetzige Wahl ist eine Farce. Von den 2,5 Millionen Nutzern, die informiert wurden, haben innerhalb der ersten Stunden gerade einmal 2.500 abgestimmt. 30 Prozent Wahlbeteiligung sind ohnehin Utopie. Facebooks Alibidemokratie hat offenbar nur den Zweck positiven Marketings.

on daher ist es nur konsequent, das Wahlrecht ganz abzuschaffen. Es aber mit einer Wahl abzuschaffen, von der von vornherein jeder weiß, dass kein bindendes Ergebnis zustande kommt, ist Hohn gegenüber denjenigen, die für eine Nutzermitbestimmung kämpfen.

Nachtrag vom 4. Dezember 2012, 11:45 Uhr

Ein Leser meldet, er sei am heutigen Dienstag von Facebook per E-Mail über die laufende Wahl informiert worden. Auch bei einzelnen Redakteuren kamen mittlerweile entsprechende E-Mails an, aber nicht bei allen.

Nachtrag vom 5. Dezember 2012, 15:00 Uhr

Facebook versicherte uns, dass die E-Mail über die Wahl an alle Facebook-Teilnehmer versandt wird. Der komplette Versand dauert aber erfahrungsgemäß zwischen ein und zwei Tagen. Erst dann sind alle Nutzer informiert. Tatsächlich wurde ein alter Facebook-Account von uns erst heute um 12:24 Uhr informiert. Der Nutzer hat dann nur noch rund 5 Tage Zeit, um an der Wahl teilzunehmen.

 
  • Andreas Sebayang
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

3 Kommentare zu "Soziale Netzwerke: Facebook tut alles, damit keiner wählt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ich wurde am Dienstag um 08:31 Uhr informiert und bin nicht Fan der Site Governance.

  • So ist es ! Wo Daten gesammelt werden ist Missbrauch möglich.

  • Die einzig sinnvolle Wahl bei Facebook lautet:

    Nicht mehr benutzen! Dann erledigt sich das Problem von alleine.

Serviceangebote