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Soziales Netzwerk Facebook sperrt Dutzende Accounts und Seiten wegen Wahlbeeinflussung

Die Accounts haben Falschnachrichten über Wahlen in Ländern der Subsahara verbreitet. Das Unternehmen hinter den Seiten soll seinen Sitz in Israel haben.
Update: 16.05.2019 - 18:47 Uhr Kommentieren
Die Akteure hinter den Seiten haben sich als politische Kandidaten ausgegeben und Falschnachrichten verbreitet. Quelle: AP
Facebook

Die Akteure hinter den Seiten haben sich als politische Kandidaten ausgegeben und Falschnachrichten verbreitet.

(Foto: AP)

JerusalemFacebook hat 65 Accounts, 161 Seiten und Dutzende Gruppen gesperrt, die eine Beeinflussung von Wahlen in diversen Ländern zum Ziel hatten. Das Unternehmen hinter den Seiten, die in Israel sitzende Firma Archimedes, sei blockiert worden, sagte Nathaniel Gleicher, der Abteilungsleiter für Cybersicherheit bei Facebook, am Donnerstag.

Der Internetkonzern steht unter Druck: Einige Staatenlenker und Parteien haben ihn aufgefordert, effektiver und transparent gegen Falschinformationen vorzugehen, die vor Wahlen zu gesellschaftlicher Spaltung und Verwirrung geführt haben.

Gleicher sagte, viele der gesperrten Profile und Seiten seien mit Archimedes verbunden gewesen, einer Beratungs- und Lobbyfirma in Tel Aviv. Auf ihrer Webseite gibt Archimedes an, in Kampagnen bei Präsidentschaftswahlen verwickelt zu sein und rühmt sich mit Social-Media-Fähigkeiten und dem Können, „die Realität zu verändern“. Über die Motive des Unternehmens könne Facebook nicht spekulieren, so Gleicher, sie seien möglicherweise wirtschaftlicher oder politischer Natur.

Facebook habe jedenfalls ein „koordiniertes nicht-authentisches Verhalten“ entdeckt - Accounts hätten sich etwa als politische Kandidaten ausgegeben und Schmierenkampagnen gegen Rivalen verbreitet oder sich als lokale Medienunternehmen mit angeblichen Enthüllungen dargestellt. Im Fokus hätten anscheinend Länder des subsaharischen Afrikas gestanden, aber auch Südasien und Lateinamerika seien betroffen gewesen. Die Seiten hätten 2,8 Millionen Follower gehabt und seien Hunderttausende Male angesehen worden.

Archimedes beantwortete eine Kommentaranfrage der Nachrichtenagentur AP zunächst nicht.

  • ap
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