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Hacker Kriminelle entdecken Vorzüge des Cloud Computing

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Cloud Computing ist der heißeste Trend in der IT-Industrie. Privatleute nutzen solche Dienstleistungen seit Jahren, meist ohne das Konzept genau zu kennen. Sie speichern arglos ihre Urlaubsfotos im Netz, nutzen die E-Mail-Angebote von Webfirmen oder registrieren sich auf Spieleseiten.

Unternehmen dagegen begannen erst vor ein, zwei Jahren, die Wolke für sich zu entdecken. Der Grund für die Zurückhaltung ist einfach: Die meisten Manager haben Angst um ihre Firmengeheimnisse. Große IT-Konzerne wie IBM, Hewlett-Packard und Microsoft bauen dennoch ihre Rechenzentren massiv aus, um ihre Dienstleistungen über das Internet anbieten zu können. Ungewollt schaffen sie dabei offenbar auch für Kriminelle eine neue Heimat.

Im Fall des Angriffs auf Sony sollen die Hacker die Computer von Amazon unter falschem Namen angemietet haben. Deshalb lässt sich kaum nachvollziehen, wer hinter den Attacken steht. Cloud-Angebote sind für die Verbrecher außerdem interessant, weil sie für wenig Geld enorm viel Rechenleistung bekommen können. Zum Teil müssen sie dafür nur wenige Cent pro Stunde bezahlen. Dass Kriminelle Cloud-Dienste genutzt haben, ist für die Branche mehr als ärgerlich. Denn schon Mitte April hatte es negative Schlagzeilen gegeben, weil Ausfälle in Rechenzentren von Amazon einige Webseiten lahmgelegt hatten. Für viele Kunden ist es aber enorm wichtig, dass die Systeme immer laufen.

Ob die Wolke angesichts dieser Pannen das große Wachstum bringt, das sich die Industrie erhofft, ist offen. "Das ist der Megatrend im High-Tech-Sektor", jubelte August-Wilhelm Scheer, Präsident des Bitkom zur IT-Messe Cebit im Frühjahr. Der Branchenverband geht davon aus, dass Firmen und Privatleute in Deutschland dieses Jahr 3,5 Milliarden Euro für Cloud-Dienste ausgeben, gut die Hälfte mehr als 2010.

Bis 2015 soll das Geschäft auf 13 Milliarden Euro zulegen. Dann sollen zehn Prozent der IT-Ausgaben auf die Technik entfallen. Momentan scheint nur eins klar: Die Zeiten sind vorbei, in denen Hacker vom privaten PC aus in fremde Systeme eindringen. Dafür gibt es jetzt die Cloud.

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