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Start-up-Investor SAP stärkt Venture-Capital-Spezialisten Sapphire mit Milliardenspritze

Der Start-up-Investor Sapphire, ein unabhängiger Ableger von SAP, erhält frisches Kapital. Das Geld soll auch in Beteiligungen an deutschen Unternehmen investiert werden.
18.12.2019 - 14:00 Uhr Kommentieren
Der Software-Riese stützt den Capital-Venture-Ableger Sapphire. Quelle: dpa
SAP in Walldorf

Der Software-Riese stützt den Capital-Venture-Ableger Sapphire.

(Foto: dpa)

München Sapphire ist schon heute einer der größten Investoren in Start-ups weltweit. Nun verstärkt SAP nochmals die finanzielle Schlagkraft seines unabhängigen Venture-Capital-Ablegers. Sapphire sicherte sich laut Mitteilung vom Mittwoch mehr als 1,4 Milliarden Dollar frisches Kapital. Laut Branchenkreisen stammt das Kapital wieder zum allergrößten Teil von dem Walldorfer Softwarekonzern, es gibt aber auch noch weitere Investoren. Das Geld soll auch verstärkt in Deutschland und dem Rest Europas sowie in den USA investiert werden.

Der Softwarehersteller war schon bislang praktisch der einzige Geldgeber von Sapphire. Der Dax-Konzern hatte bislang gut 2,5 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt. Die sind derzeit überwiegend investiert oder für spätere Finanzierungsrunden bei den bestehenden Beteiligungen reserviert. Nun gewinnt Sapphire Spielraum für weitere Beteiligungen und Finanzierungsrunden. Insgesamt kommt Sapphire nun auf ein verwaltetes Vermögen von mehr als vier Milliarden Dollar.

Sapphire Ventures ist ein heimlicher Riese in der Venture-Capital-Szene. Das Unternehmen hat bereits in mehr als 100 Start-ups investiert. Dabei sind mehr als 55 Verkäufe und Börsengänge gelungen, viele mit ordentlichem Profit. Nach eigenen Angaben half man, Firmen mit mehr als 100 Milliarden Dollar Unternehmenswert aufzubauen, darunter LinkedIn, Fitbit, Square, Box und Nutanix.

Bislang allerdings hat Sapphire nur 15 Prozent seiner Investments in Europa getätigt, darunter nur eine direkte Beteiligung in Deutschland: Contentful, Anbieter eines Content-Management-Systems. Dies soll sich nun ändern. „Mit dem zusätzlichen Kapital werden wir auch verstärkt in die Geschäftsentwicklung in Deutschland und Europa investieren, um mit einer großen Palette wertschöpfender Dienstleistungen unsere Wachstumsunternehmen in ihrer Expansion zu unterstützten“, sagte Klaus Boeckle, der bei Sapphire Ventures in der Region Europa, Naher Osten und Afrika die Geschäftsentwicklung leitet, dem Handelsblatt.

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    „Kompromissloser Fokus auf die besten Unternehmen“

    Sapphire will den Unternehmen, in die es investiert, nicht nur Geld bieten. Vielmehr bietet es den Start-ups Zugang zum Netzwerk von SAP. „Wir bieten eine einmalige und hochwertige Plattform, welche Start-ups mit den Chief Information Officers und IT-Entscheidern der Global-2000-Firmen zusammenbringt und sie bei der Auswahl passender neuer Digitaltechnologie unterstützt“, sagte Boeckle.

    Die Firma veranstalte jährlich hauptsächlich in den USA mehr als 100 Innovationsseminare und stelle in über 300 Einzelgesprächen die Verbindung zwischen CIOs und Wachstumsunternehmen her. Für 2020 sind unter anderem vier große CIO-Dinner in Zürich. London, Berlin und München vorgesehen, um in Europa stärker Fuß zu fassen.

    Aktuell gehören zum Portfolio Beteiligungen zum Beispiel an Datenanalysespezialisten wie Sumologic, IT-Sicherheitsfirmen wie Netskope, Fintechs wie Transferwise und Digital-Health-Spezialisten wie Livongo. Neuerdings investiert Sapphire zudem mit einer 115-Millionen-Dollar-Plattform in Firmen aus dem Bereich Sport, Medien und Unterhaltung. Hier arbeitet Sapphire erstmals mit externen Partnern zusammen.

    In der Start-up-Szene wird Sapphire eine wichtige Rolle zugeschrieben. „Der – im positiven Sinn – kompromisslose Fokus auf die allerbesten Unternehmen einer Branche hat nicht nur zu außergewöhnlichen Investmenterfolgen geführt, sondern SAP den direkten Zugang zu den allerbesten Start-ups ermöglicht“, sagte Alex von Frankenberg, Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds. Daraus sei ein „sich selbstverstärkendes System“ entstanden. Die Erfolge generierten einen guten „Dealflow“ und zögen Topmitarbeiter an.

    Allein in den vergangenen zwölf Monaten hat Sapphire in 15 neue Start-ups investiert. Mithilfe der neuen Finanzierungsrunde will der Venture-Capital-Spezialist bei einzelnen Investments nun bis zu 100 Millionen Dollar investieren. Bislang beliefen sich die Einzelengagements meist auf 20 bis 40 Millionen Dollar.

    Mehr: Der Vorstoß des aktivistischen Investors Elliott bei SAP könnte eine neue Ära eingeleitet haben. Für private Investoren muss das nicht schlecht sein.

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