Start-ups: Auf der Jagd nach den 100 Milliarden: Das sind die derzeit spannendsten Einhörner in den USA
Die USA sind Vorreiter in der Neuerfindung der Autoindustrie.
Foto: APSan Francisco. Der gebürtige Kroate Nino Marakovic kennt Europa so gut wie die USA. Europas Perspektive für die nächste Generation von Einhörnen habe sich deutlich verbessert, sagt Marakovic, Chef von Sapphire Ventures. Sapphire startete einst als SAPs hauseigener Start-up-Investor, seit zehn Jahren ist der Walldorfer Softwarekonzern nur noch Hauptgeldgeber des Fonds. Marakovic investierte in US-Erfolge wie LinkedIn, Square oder Mulesoft.
Vor zehn Jahren hätten europäische Gründer meist das erste attraktive Verkaufsangebot angenommen und seien dann nach Ibiza gezogen, so Marakovic. Nun würden viele ihr Geld und Wissen wieder in Europas Start-up-Szene investieren. Es gebe Vorbilder für erfolgreiche Börsengänge und Investoren, die Gründer darin bestärken, etwas wirklich Großes aufzubauen.
Doch dass Europa und auch China aufholen, ändert nichts daran: Die USA sind in Sachen Digitalwirtschaft zwar nicht das Maß aller, aber doch der allermeisten Dinge.
Uipath – von Bukarest nach New York
So erlebte das Start-up Uipath seinen echten Durchbruch im Jahr 2017. Heute ist das Unternehmen, das mit Künstlicher Intelligenz Geschäftsprozesse automatisiert, mit 35 Milliarden Dollar Bewertung eines der wertvollsten Start-ups der Welt. Damals aber war das Software-Unternehmen eine kleine Bude mit ein paar Dutzend Angestellten in Bukarest, das laut Uipath-Gründer Daniel Dines „jeden erdenklichen Fehler gemacht hat, den ein Start-up machen konnte“.