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Start-ups Jeannette zu Fürstenberg gewinnt auch für ihren zweiten Fonds wohlklingende Namen

Die adelige Investorin gewinnt erneut das Vertrauen von Industriellen für ihren Start-up-Fonds. Sie verspricht Frauen-Power für Künstliche Intelligenz.
12.08.2020 - 05:00 Uhr Kommentieren
„Als Mutter von vier jungen Kindern ist mir wichtig, dass wir eine Team-Kultur hinbekommen haben, die es ermöglicht, ein hoch dynamisches Arbeitsumfeld mit den Freuden des Familienlebens zu kombinieren.“ Quelle: La Famiglia
Jeannette zu Fürstenberg

„Als Mutter von vier jungen Kindern ist mir wichtig, dass wir eine Team-Kultur hinbekommen haben, die es ermöglicht, ein hoch dynamisches Arbeitsumfeld mit den Freuden des Familienlebens zu kombinieren.“

(Foto: La Famiglia)

Hamburg Jeannette zu Fürstenberg gehört zu den wenigen prominenten Frauen in der deutschen Start-up-Szene. Doch nicht nur das: Als Spross der Duisburger Industriellen-Familie hinter dem Unternehmen Krohne Messtechnik und als angeheiratetes Mitglied des Adelsgeschlechts zu Fürstenberg ist sie dafür prädestiniert, Vertrauen bei den wohlhabenden Familien des Landes zu wecken.

Diesen Zugang nutzt sie, um Kapital für Start-ups mit vielversprechenden Geschäftskundenmodellen einzusammeln. Zum Portfolio ihres Investors La Famiglia gehören etwa Start-ups, die die Rechnungsstellung vereinfachen, automatische Gabelstapler entwickeln oder den Speditionsmarkt aufmischen wollen.

Jetzt schließt zu Fürstenberg ihren zweiten Fonds: Mit 50 Millionen Euro ist er deutlich größer als der erste Fonds aus dem Jahr 2017. Fürstenberg will weiterhin in Geschäftskundenmodelle investieren. „In solchen Modellen liegt viel ungehobenes Potenzial. Es gibt keinen Grund, weshalb sie in Europa nicht ebenso rasch wachsen sollten wie anderswo“, erklärt sie in einer Mitteilung. Der Fonds investiert jeweils bis zu 1,5 Millionen Euro in junge Gründungen.

Wie bei ihrem ersten Fonds hat die 37-Jährige klingende Namen als Investoren gewonnen: etwa Teile der Familien Mittal, Oetker, Hymer und Swarovski, Familienaktionäre von Hapag-Lloyd und Adidas sowie den Skype-Gründer und Investor Niklas Zennström.

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    An ihrer Seite ist auch bei dem neuen Fonds eine weitere Frau. Judith Dada hat zuvor bei Facebook unter anderem dessen Venture-Capital-Initiative begleitet und bei Holtzbrinck Digital gearbeitet. Sie wolle sich besonders um maschinelles Lernen und den engen Austausch mit Branchenexperten bemühen, teilte sie mit: „Es ist nicht ungewöhnlich, dass schon während der Buchprüfung eine Partnerschaft zwischen den Start-ups und unseren Partnern entsteht“, erklärte die Deutsche mit nigerianischen Wurzeln.

    Erstes Geld aus dem neuen Fonds ist bereits an Gründer geflossen, etwa an den Ingenieurs-Softwareanbieter Spread.ai aus Berlin und Luminovo aus München. Angekündigt hatte zu Fürstenberg den Fonds bereits im Frühjahr 2019.

    Zur konkreten Performance des ersten, 35 Millionen Euro großen Fonds von 2017 veröffentlicht La Famiglia wenig. Nur so viel: Das Geld sei in 31 Frühphasen-Investitionen geflossen. 23 der Start-ups hätten bislang eine Anschlussfinanzierung gefunden, vier einen Exit gemacht.

    Zu Fürstenberg will Gründer nicht nur mit finanziellem Erfolg überzeugen. „Als Mutter von vier jungen Kindern ist mir wichtig, dass wir eine Team-Kultur hinbekommen haben, die es ermöglicht, ein hoch dynamisches Arbeitsumfeld mit den Freuden des Familienlebens zu kombinieren“, meinte sie. Das beinhalte mehr Flexibilität als in den meisten Firmenstrukturen. Viele Gründer suchten dazu Hilfe: Schließlich gründeten sie häufig ihr Unternehmen zeitgleich mit der Familie.

    Mehr: Jeannette zu Fürstenberg: „Wir müssen Gründer aufklären“

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