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Statistisches Bundesamt Internet-Rechner ermittelt Teuerungsrate

Mit einem neuen Online-Rechner können Verbraucher von sofort an ihre individuelle Teuerungsrate ermitteln. „Die wahrgenommene Teuerung" dürfte für viele Menschen höher liegen als die von der amtlichen Statistik berechnete Inflationsrate“, sagte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Johann Hahlen.
Teuerungs-Rechner

Webseite des Statistischen Bundesamtes.

dpa FRANKFURT. Dies merkten die Verbraucher beim täglichen Einkauf. „Der Durchschnittswert ist eine theoretische Größe, die nicht dem entsprechen kann, was einzelne Konsumenten subjektiv wahrnehmen.“ Dieses individuelle Gefühl bestimmte auch die Teuro- Diskussion nach Einführung des Euro.

Die Inflationsrate hänge nicht nur von der Preisentwicklung, sondern auch vom Gewicht der einzelnen Waren im Gesamtindex ab, erläuterte Hahlen. Die Statistiker gingen dabei von einem durchschnittlichen Haushalt aus. Die persönlichen Ausgaben und die Häufigkeit, mit der Dinge gekauft werden, würden sich davon aber unterscheiden. So spiele eine Erhöhung der Tabaksteuer für Nichtraucher keine Rolle. Wer kein Auto fahre, sei nicht von höheren Benzinpreisen betroffen. Beim Index-Rechner können die Verbraucher ihre Verbrauchsgewohnheiten angeben und sich die Abweichung von der Durchschnittsrate errechnen lassen.

2004 waren die Verbraucherpreise in Deutschland mit einem Anstieg von 1,6 Prozent so stark gestiegen wie seit drei Jahren nicht mehr. Als Preistreiber erwies sich die Gesundheitsreform. Die Praxisgebühr und die höheren Zuzahlungen für Medikamenten trugen 0,7 Punkte zur Inflation bei. Die Tabaksteuererhöhungen erhöhten die Inflation um 0,3 Punkte, der Anstieg der Heizöl- und Benzinpreise um 0,2 Punkte. Ohne diese Preistreiber hätte es nur eine Teuerung von 0,4 Prozent gegeben. „Die Preise in Deutschland waren also insgesamt sehr stabil“, sagte Hahlen.

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