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Streamingdienst Steuereffekt: Spotify leidet unter hohem Aktienkurs

Das schwedische Unternehmen zählt inzwischen fast 300 Millionen Nutzer und profitiert vom Podcast-Boom. Doch ein Sondereffekt lastet auf den Zahlen.
29.07.2020 - 16:09 Uhr Kommentieren
Der Streamingdienst ist mit den fundamentalen Geschäftsdaten zufrieden. Quelle: dpa
Spotify-App

Der Streamingdienst ist mit den fundamentalen Geschäftsdaten zufrieden.

(Foto: dpa)

Stockholm Die Coronakrise hat dem schwedischen Streamingdienst Spotify nicht so sehr zugesetzt wie befürchtet. Dennoch musste das Unternehmen im zweiten Quartal einen höher als erwarteten Verlust von 167 Millionen Euro hinnehmen. Im Vorjahreszeitraum betrug der Verlust noch 187 Millionen Euro, Analysten und Spotify selbst hatten jedoch für das jetzt abgeschlossene Quartal mit einem Minus von nur 45 bis 95 Millionen Euro gerechnet.

Ein Grund für das überraschend starke Minus war ein Incentive-Programm für die Mitarbeiter: Die rund 6000 Beschäftigten halten Anteile an dem Streamingdienst. Da sich der Wert der Spotify-Aktie seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt hat, sind auch die Steuern der Wertsteigerung für die rund 2000 in Schweden Beschäftigten um 126 Millionen Euro gestiegen.

„Unser Geschäft lief im zweiten Quartal gut und liegt trotz der Unsicherheiten durch die Pandemie auf einem hohen Niveau“, schreibt Spotify. Ohne die vom Aktienkurs abhängigen Abgaben hätten „alle Eckdaten unsere Erwartungen übertroffen“, heißt es weiter.

Der mit weitem Abstand weltgrößte Musik- und Podcast-Streamingdienst konnte in den vergangenen drei Monaten die Zahl der Premiumkunden um 27 Prozent auf 138 Millionen steigern. Das Abo kostet knapp zehn Euro im Monat. Einschließlich der nicht zahlenden Nutzer stieg die Kundenzahl um 29 Prozent auf 299 Millionen. Die Einnahmen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro. Die Abo-Einnahmen machten davon 1,7 Milliarden Euro aus. Die Anzeigeneinnahmen sanken dagegen wegen der Coronakrise um 21 Prozent.

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    Mehr Unabhängigkeit von Labels

    In den vergangenen Monaten hat Spotify seinen Dienst auch in Russland und zwölf weiteren Ländern gestartet. Wichtiger für das Unternehmen waren exklusive Abkommen mit populären Podcastern wie Joe Rogan, Michelle Obama und Kim Kardashian. Das schwedische Unternehmen hatte im vergangenen Jahr den Podcast-Produzenten Gimlet Media und die Podcast-Plattform Anchor für einen nicht genannten Betrag übernommen. Dadurch ist Spotify zu einer der weltweit führenden Podcast-Plattformen mit derzeit über 1,5 Millionen Podcasts geworden.

    Die Audio-Formate erfreuten sich schon vor der Coronakrise einer wachsenden Beliebtheit. Durch die Pandemie ist das Interesse an Informationen, aber auch Unterhaltung weiter gestiegen. Mit einem stärkeren Fokus auf Podcasts macht sich das Unternehmen zudem etwas unabhängiger vom reinen Musikstreaming und den großen Musiklabels, mit denen es in der Vergangenheit immer wieder Auseinandersetzungen gegeben hatte.

    Die großen Musiklabels hatten sich mehrfach verärgert über Spotifys Gratisabonnement gezeigt und damit gedroht, Musikrechte zurückzuziehen. Spotify argumentiert dagegen, dass mehr als 60 Prozent der Premiumabonnenten mit einem Gratisabo begonnen hätten. Das wiederum generiert Lizenzeinahmen. In der vergangenen Woche konnte Spotify nach monatelangen Verhandlungen ein neues mehrjähriges Abkommen mit der Universal Music Group schließen. 

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