Studie Fast alle Zwölfjährigen sind online

Viele Kinder und Jugendliche, auch die ganz jungen, surfen regelmäßig im Internet. Doch vielen fehlt die Medienkompetenz. Bundesfamilienministerin Schwesig will das Informations- und Betreuungsangebot ausbauen.
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Viele Kinder und Jugendliche nutzen regelmäßig das Internet. Quelle: obs
Nachwuchs im Netz

Viele Kinder und Jugendliche nutzen regelmäßig das Internet.

(Foto: obs)

BerlinSchon ein Viertel der fünf- und sechsjährigen Kinder in Deutschland nutzt regelmäßig das Internet. Ab dem zwölften Lebensjahr sind nahezu alle Kinder online. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Jugendinstituts, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Daraus geht auch hervor, dass sich mehr als die Hälfte der Eltern zusätzliche Informationen über Themen wie Internet-Risiken und Kinderschutz-Software wünscht.

Vor diesem Hintergrund ist in Berlin der Fachkongress „Net Children 2020“ gestartet. Bis Freitag wollen dort mehr als 250 Experten beraten, wie man Kinder, Eltern und Lehrer mit der notwendigen Medienkompetenz ausstatten kann.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) warb zum Auftakt für ihre neue Initiative „Gutes Aufwachsen mit Medien“. Unter diesem Motto sollen die Informations- und Beratungsangebote für Eltern ausgebaut werden. Zudem will das Ministerium ein „Servicebüro“ einrichten, das Schulen und Jugendeinrichtungen über neue mediale Entwicklungen auf dem Laufenden hält.

In diesen Ländern surfen Sie besonders schnell
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Platz 10: USA

Die amerikanischen Telekom-Regulierer stoßen mit ihren Plänen für mögliche bezahlte Überholspuren im Internet auf scharfe Kritik. Bei einer bezahlten Überholspur geht es hauptsächlich darum, sich zum Beispiel für Video-Übermittlungen oder medizinische Dienste garantierte Leitungskapazitäten und Qualitätsstufen bei der Übertragung gegen zusätzliches Entgelt sichern zu können. Befürchtet wird, dass dadurch ein Internet entstehen könnte, in dem sich reiche große Konzerne eine bevorzugte Behandlung erkaufen können. Angesichts der überwältigenden Rolle von US-Anbietern in der Internet-Wirtschaft könnte eine solche Regelung weltweite Auswirkungen auf die Netzneutralität haben.
Hinsichtlich des derzeitigen Internetzugang liegen die USA mit einer Geschwindigkeit von 10 Megabits pro Sekunde weltweit nur auf Platz zehn.

Quelle: Statista/Akamai - „The State of the Internet Report“

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Platz 8: Irland

Irlands Internetverbindungen sind mit 10,4 Megabits pro Sekunde nur wenig schneller als die in den USA. Die Debatte um die Netzneutralität in den USA hatte sich zuletzt aufgeheizt. Über 150 Internet-Firmen fordern in einem offenen Brief gleiches Recht für alle Daten.

Lettland soll 2014 den Euro bekommen
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Platz 8: Lettland

Die US-Regulierer versprechen, eine Diskriminierung einzelner Unternehmen zu verhindern. Gleichzeitig wird die Idee diskutiert, das Breitband-Internet als Versorgungs-Infrastruktur einzustufen. Dies würde eine viel strengere Regulierung der Anbieter bedeuten. Zuletzt lehnten mehrere Kommissare des Regulierers FCC eine solche Lösung jedoch ab.
Lettland (hier im Bild der Rathausplatz der Hauptstadt Riga) befindet sich hinsichtlich des Internetzugang mit 10,4 Megabits pro Sekunde gleichauf mit Irland und damit ebenfalls knapp vor den USA.

Facebook opens first data center outside the USA
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Platz 7: Schweden

Mit 10,5 Megabits pro Sekunde schafft es Schweden nur ganz knapp vor Lettland ins Ranking. Im Bild ist das Facebook-Rechenzentrum in Schweden zu sehen. Unternehmen wie Google, Facebook oder Netflix, deren Dienste große Datenmengen durchs Netz jagen, befürchten, von den Netzbetreibern aus den USA systematisch zur Kasse gebeten zu werden.

Google presentation
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Platz 6: Tschechien

Die Google-Brille in Aktion während einer Präsentation in Tschechien: Deutschlands Nachbarland liegt mit 11,4 Megabits pro Sekunde auf dem sechsten Platz der Top-Ten-Länder mit dem schnellsten Internetzugang. Die großen Telekom-Konzerne warnen vor einer schärferen Regulierung von Breitband-Zugängen. Dies gefährde nötige Investitionen. Es gibt auch Gegenentwürfe für Regelungen zur Netzneutralität – unter anderem von der Mozilla-Stiftung, die hinter dem populären Web-Browser Firefox steht.

Weather in Switzerland
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Platz 5: Schweiz

FCC-Chef Tom Wheeler betonte, er sei ein Befürworter des offenen Internets und der Netzneutralität. Es gebe nur ein Internet für alle. Die Idee eines Zwei-Klassen-Netzes sei ihm zuwider: „Ich werde nicht zulassen, dass der nationale Vermögenswert eines offenen Internets kompromittiert wird.“ Übrigens: Die Schweiz hat es mit durchschnittlich 12 Megabits pro Sekunde unter die Top Five der schnellsten Onlinezugänge geschafft – auch wenn es auf diesem Bild nicht danach aussieht.

File of attendant checking a computer during launch of Microsoft Windows 8 in Hong Kong
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Platz 4: Hong Kong

Die durchschnittliche Internetgeschwindigkeit in Hong Kong beträgt 12,2 Megabits pro Sekunde. Das reicht im Ranking eindeutig für Platz vier. Der Kampf in den USA um die Netzneutralität ist dagegen noch längst nicht entschieden.

Offen zeigte sich Schwesig auch für Alterskennzeichnungen im Internet. Der Studie des Jugendinstituts zufolge fänden es nämlich mehr als 80 Prozent der Eltern hilfreich, wenn Webseiten und Apps einen Hinweis tragen würden, für welches Alter sie geeignet sind.

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  • dpa
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