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Suchmaschinengigant EU-Kommission nimmt Googles Anzeigengeschäft ins Visier

Die Brüsseler Behörde prüft mögliche Verstöße des US-Internetkonzerns im Bereich der Werbetechnologie. Zudem werden Googles Verfahren zur Nutzerverfolgung untersucht.
22.06.2021 Update: 22.06.2021 - 15:50 Uhr 1 Kommentar
Bei der nun bekannt gewordenen Untersuchung will sich die Brüsseler Behörde auf den Bereich der Werbeanzeigen konzentrieren. Quelle: Reuters
Google

Bei der nun bekannt gewordenen Untersuchung will sich die Brüsseler Behörde auf den Bereich der Werbeanzeigen konzentrieren.

(Foto: Reuters)

Brüssel Die EU-Kommission prüft, ob Googles Anzeigengeschäft gegen europäisches Wettbewerbsrecht verstößt. „Wir vermuten, dass Google es konkurrierenden Online-Werbediensten erschwert haben könnte, am Wettbewerb im Bereich der Werbetechnologie teilzunehmen“, teilte EU-Kommissionsvize Margrethe Vestager am Dienstag in Brüssel mit. Außerdem werde untersucht, ob die von Google angewandten Verfahren zur Nutzerverfolgung mit einem fairen Wettbewerb im Einklang stünden.

Unter dem Dach des Unternehmens Google tummelt sich ein ganzes Bündel von Diensten, unter anderem ein weitreichendes Angebot für Onlinewerbung mit drei Komponenten: Google verkauft Werbeplätze im Internet; es bietet die Technologie an, mit der die Werbung genau solchen Nutzern ausgespielt wird, für die sie gedacht ist; und es besitzt mit seiner Suchmaschine und mit Youtube Websites, auf denen viele dieser Anzeigen ausgespielt werden.

Die EU-Kommission untersucht nun, ob Google diese besondere Stellung im Werbemarkt ausgenutzt hat, um Konkurrenten zu benachteiligen. Wichtig ist dabei das Wissen, das Google über die Nutzer hat, die das Ziel von Werbung sind. Der Onlineriese kann mit diesen Daten die Vermittlung von Werbeplätzen optimieren.

Nach Ansicht der Wettbewerbshüter müsste Google die Daten auch anderen Werbevermittlern zur Verfügung stellen, damit es einen fairen Wettbewerb auf diesem Markt gibt. Das passiert bisher nicht. Auch im Wettbewerb mit Werbetreibenden und Verlegern könnte Google seinen Wissensvorsprung zum Nachteil des Wettbewerbs ausgenutzt haben, vermutet die EU-Kommission.

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    Google sei „auf fast allen Ebenen der Wertschöpfungskette für Online-Werbeanzeigen vertreten“, sagte Vestager. „Wir vermuten, dass Google es konkurrierenden Online-Werbediensten erschwert haben könnte, am Wettbewerb im Bereich der Werbetechnologie teilzunehmen.“ Die Kommission schätzt die Ausgaben für Werbeanzeigen in der EU für 2019 auf rund 20 Milliarden Euro.

    Der Technikgigant steht schon seit Jahren im Fokus der EU-Kommission. Vestager verhängte in drei Verfahren Bußgelder von insgesamt 8,25 Milliarden Dollar. Dabei ging es unter anderem um das Smartphone-Betriebssystem Android und die Shopping-Suche.

    Allein im vergangenen Jahr setzte Google mit Online-Anzeigen 147 Milliarden Dollar um – mehr als jedes andere Unternehmen in der Welt. Werbung macht auch den Großteil des Geschäfts der US-Amerikaner aus – auch über die Videoplattform YouTube oder den E-Mail-Dienst Gmail.
    Mit Agenturmaterial

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    1 Kommentar zu "Suchmaschinengigant: EU-Kommission nimmt Googles Anzeigengeschäft ins Visier"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Google ist ein Quasi-Monopolist, mindestens Marktführer, auf seinen Gebieten: Suchmaschine, Videoportal, mobiles Betriebssystem, Email-Dienst, Browser, Standort-Dienst, Online-Werbung. Kann man innovativ finden, oder halt brandgefährlich, ja jeder Schritt und Tritt seiner Nutzer standardmäßig aufgezeichnet und gespeichert werden: Was wurde gesucht, Emails, Standort, Bezahlverhalten, Was wurde auf der Tastatur eingegeben, Welche Seiten wurden angesurft (höchst sensible, persönliche Seiten+Daten). Will das jemand wirklich?

      Dabei gibt's für fast jede Anwendung ebenbürtige Alternativen: DuckDuckGo (oder Duck.com) als Suchmaschine (meine absolute Empfehlung), GMX/web.de/Freenet/T-Online usw. als Email-Dienst, dann Synchronisierung/Datenabgleich bei Android weitgehend deaktivieren. Und wo wir schon dabei sind, auch wenn es zu Facebook gehört: statt Whatsapp lieber "Signal" nutzen.

      Für Android-Nutzer eine Alternative zur Youtube-App, nämlich ohne Werbung und Verfolgung: NewPipe. Gibt's logischerweise nicht in Googles App Store (da Unterbindung von Werbung), sondern bei NewPipe.net.

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