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Suchmaschinenkonzern EU-Wettbewerbshüter überprüfen Googles Umgang mit Daten

Die EU-Kommission nimmt die Praktiken von Google ins Visier. Es geht darum, welche Daten Google sammelt und wofür es sie nutzt.
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Google betont, dass es die Daten verwendet, um die eigenen Dienste zu verbessern. Quelle: dpa
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Google betont, dass es die Daten verwendet, um die eigenen Dienste zu verbessern.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die EU-Wettbewerbshüter untersuchen Googles Datenumgang. Dabei wird überprüft, wie und warum das Unternehmen Daten sammelt. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte die EU-Kommission: „Die Kommission hat im Rahmen einer vorläufigen Untersuchung der Praktiken von Google in Bezug auf die Erhebung und Verwendung von Daten Fragebögen verschickt. Die Untersuchung läuft noch.“

Laut Reuters fokussiert sich die Untersuchung vor allem auf Daten, die im Zusammenhang mit lokalen Suchdiensten, bei Onlinewerbung, Anmeldediensten und Webbrowsern erhoben werden. Das gehe aus Dokumenten hervor, die die Agentur einsehen konnte. Verschiedenen Firmen seien Fragebögen zugeschickt worden. Auf diese Weise soll erhoben werden, welche Vereinbarungen Google mit anderen Unternehmen über die Datenweitergabe getroffen hat, welche Daten Google sucht, verwendet und als besonders wichtig erachtet. Für die Beantwortung haben die kontaktierten Unternehmen einen Monat Zeit. Wer zur Teilnahme aufgerufen ist, ist nicht bekannt.

Die EU-Aufseher haben gegen den Suchmaschinenbetreiber seit 2017 schon mehrfach Strafen in Milliardenhöhe verhängt. Die Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat die großen Tech-Konzerne besonders im Blick, damit diese ihre Quasi-Monopolstellung nicht missbrauchen.

Dass das bisher nicht zufriedenstellend gelingt, haben 41 Preisvergleichsdienste erst vergangene Woche mit einer Beschwerde bei der Kommission moniert. Diese hatte 2017 festgestellt, dass Google seinen eigenen Produktvergleichsdienst Google Shopping bevorzuge und dem Konzern neben einer Strafe von 2,41 Milliarden Euro auferlegt, den Konkurrenten einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen. Doch die sehen keine Verbesserung. Aus Sicht der Wettbewerber nutzt der Techkonzern seine Marktmacht als Suchmaschinenbetreiber weiterhin, um sie obsolet zu machen: Wegen der ausführlichen Produktdarstellungen in den Google-Ergebnissen würden die wenigsten Internetnutzer noch weiter auf eines der Vergleichsportale klicken.

Google betont, dass es die Daten verwendet, um die eigenen Dienste zu verbessern. Nutzer könnten einsehen, welche Daten der Konzern sammelt und ihre Daten verwalten und löschen.

Mehr: 41 Preisvergleichsdienste werfen Google wettbewerbsschädigendes Verhalten vor. Sie drängen auf eine erneute Prüfung einer EU-Kartellentscheidung.

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