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T-Mobile US und Sprint Telekom will Zustimmung für US-Fusion mit Kompromiss erreichen

Die Telekom will ihr US-Geschäft mit dem Zukauf des Rivalen Sprint ausweiten. Doch Behörden haben Bedenken. Mit Zugeständnissen will der Konzern für den Deal werben.
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Die US-Tochter steuert mehr als die Hälfte des Umsatzes zum Dax-Konzern Deutsche Telekom bei. Quelle: dpa
T-Mobile US

Die US-Tochter steuert mehr als die Hälfte des Umsatzes zum Dax-Konzern Deutsche Telekom bei.

(Foto: dpa)

BonnT-Mobile US und der Rivale Sprint planen ein Maßnahmenpaket, um US-Wettbewerbsbehörden von einer Zustimmung zum Zusammenschluss der beiden Firmen zu überzeugen. Möglicherweise könnte der Katalog an Kompromissvorschlägen noch diesen Montag bekanntgegeben werden, erfuhr das Handelsblatt aus informierten Kreisen.

Wettbewerbsbehörden hatten zuletzt Sorgen geäußert, durch den Zusammenschluss der Nummer drei und der Nummer vier auf dem US-Mobilfunkmarkt könne der Wettbewerb eingeschränkt werden und Preise steigen.

Der Kompromissvorschlag sieht unter anderem vor, dass eine der Prepaid-Marken der beiden Unternehmen verkauft werden könnte, einen dreijährigen Ausbauplan für den Echtzeitmobilfunk 5G sowie eine Selbstverpflichtung, die Preise für eine Übergangsphase nicht anzuheben, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Telekom-Chef Timotheus Höttges hatte noch vor gut einer Woche gesagt: „Wir haben alle Dokumente eingereicht. Wir haben gute Fortschritte gemacht.“ Bis Anfang Juni erwarte er ein Signal, ob die Fusion genehmigt werden könne oder nicht.

Die Vereinigten Staaten sind der mit Abstand wichtigste Einzelmarkt. Im ersten Quartal 2019 entfielen 50,3 Prozent des Umsatzes des gesamten Konzerns allein auf das US-Geschäft – so viel wie nie zuvor. „Über die vergangenen sechs Jahre hat T-Mobile US eine Million Neukunden gewonnen – und das nicht pro Jahr, sondern pro Quartal“, hatte Höttges gesagt. Alleine in den ersten drei Monaten dieses Jahres verbuchte T-Mobile US 1,7 Millionen neue Kunden. Zudem wechselten nur 0,88 Prozent der Kunden zur Konkurrenz – so wenig wie noch nie.

Die angestrebte Übernahme des Konkurrenten Sprint soll das Geschäft in den USA auf eine völlig neue Stufe heben. Nach Integrationskosten erwartet die Telekom Synergien für das Gemeinschaftsunternehmen von 43 Milliarden US-Dollar.

Besonders die US-Telekomaufsicht FCC sowie das US-Justizministerium prüfen die geplante Fusion derzeit genau. Noch im Jahr 2011 hatte die Deutsche Telekom ihre US-Tochter an AT&T verkaufen wollen, war jedoch am Veto der Wettbewerbsbehörden gescheitert. Damals hatten die Behörden unter anderem davor gewarnt, die Reduktion der Spieler auf dem Telekommunikationsmarkt von vier auf drei gefährde den Wettbewerb.

Der CEO von T-Mobile US, John Legere, argumentiert hingegen, dank des Zusammenschlusses mit Sprint könnte T-Mobile dann erst richtig den Wettbewerb stärken, indem das Unternehmen die Platzhirsche AT&T und Verizon herausfordern würde. Zudem hatte er einen Plan vorgelegt, um den Echtzeitmobilfunk 5G möglichst schnell in den USA auszubauen.

Mehr: Mit der Übernahme von Sprint könnte die Telekom in den USA zu einem der größten Mobilfunk-Anbieter aufsteigen. Lesen Sie hier, warum die US-Behörden den Deal argwöhnisch betrachten.

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