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Tausende Kommentare Facebook aktualisiert seinen Datenschutz

Eine Gruppe aus Österreich hat genug Kommentare gesammelt, um Facebook zu einer Abstimmung über die neuen Datenschutz-Regeln zu bringen. Daran müssten allerdings 270 Millionen Menschen teilnehmen. Trotzdem reagiert das Netzwerk.
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Facebook will seine Datenschutz-Regeln aktualisieren. Quelle: dpa

Facebook will seine Datenschutz-Regeln aktualisieren.

(Foto: dpa)

Berlin Eine bekannte Gruppe Wiener Facebook-Kritiker glaubt, eine schnelle Neuauflage der Datenschutz-Regeln des weltgrößten Online-Netzwerks verhindert zu haben. Die Studentengruppe „europe-v-facebook.org“ teilte mit, sie habe mehr als 7.000 Kommentare von Nutzern gezählt, die ihre Verbesserungsvorschläge unterstützen.

Facebook hatte sich ein Verfahren verordnet, bei dem Änderungen, die Datenschutz oder Nutzungsbedingungen betreffen, zunächst Nutzern zur Diskussion vorgelegt werden. Dabei setzen 7.000 Kommentare „zu einem bestimmten Änderungsvorschlag“ eine Abstimmung mit alternativen Vorschlägen in Gang.

Allerdings gibt es dabei die erhebliche Hürde einer hohen Beteiligung: „Die Abstimmung ist bindend für uns, wenn mehr als 30 Prozent aller aktiven registrierten Nutzer abstimmen.“ Facebook hatte Ende März 901 Millionen aktive Nutzer im Monat. Die Wahrscheinlichkeit, dass 270 Millionen Menschen an der Abstimmung teilnehmen, ist sehr gering.

Außerdem ist unklar, ob die von „europe-v-facebook.org“ initiierten Kommentare tatsächlich als Äußerungen zu „einem bestimmten Änderungsvorschlag“ durchgehen. Die Kritiker-Gruppe hatte dazu aufgerufen, generell einen Kommentar mit einem Link zu ihrem eigenen Alternativ-Vorschlag unter der Adresse „www.our-policy.org“ abzusetzen.

Im Fall der aktuell von Facebook angestrebten Änderung der Datenschutz-Richtlinie läuft die Frist zum Abgeben von Kommentaren noch bis Freitag. „Wir werden nach Ablauf der Frist die Kommentare prüfen und bald eine Aktualisierung veröffentlichen“, erklärte eine Facebook-Sprecherin. Die Änderungen sehen unter anderem vor, dass Facebook einige Daten länger als bisher aufheben kann.

  • dpa
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