Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Tech-Branche Sprachaufnahmen von Google Assistant werden von Mitarbeitern abgehört

Der Sprachassistent von Google wird offenbar regelmäßig abgehört. Darunter sind auch persönliche Gespräche, die die Identität der Nutzer offenlegt.
Kommentieren
Menschliche Mitarbeiter hören Sprachaufnahmen von Google Assistant ab. Quelle: AP
Google Assistant

Menschliche Mitarbeiter hören Sprachaufnahmen von Google Assistant ab.

(Foto: AP)

San FranciscoDie per Google Assistant aufgenommenen Sprachbefehle sind nicht so privat, wie viele glauben. Auftragnehmer von Google hörten regelmäßig per Mobiltelefon oder smarte Lautsprecher gemachte, anonyme Aufnahmen ab und prüften sie, gab Google am Donnerstag per Blogeintrag zu, nachdem dänische Sprachaufnahmen geleakt worden waren. Google untersuche den Durchbruch, schrieb Manager David Monsees.

Der belgische Sender VRT NWS hatte mehr als 1000 Aufnahmen zugespielt bekommen, die teilweise sensible persönliche Gespräche beinhalteten. Beispielsweise waren dies Informationen, mit denen die Personen identifiziert werden konnten.

Mit den Aufnahmen seien keine Account-Informationen von Kunden verbunden, so Google. Prüfer seien angewiesen, keine Hintergrundunterhaltungen zu transkribieren. Reporter des belgischen Senders konnten in einigen Aufnahmen jedoch Adressen raushören, und waren in der Lage, die Sprecher zu identifizieren. Einige dieser Gespräche waren nicht an den Assistenten gerichtet. Teilweise waren sie im Hintergrund zu hören, oder der Assistent verstand fälschlicherweise, der Nutzer richte sich an ihn.

Vertragspartner hören die Aufnahmen laut Google, um Sprachmuster und Akzente besser zu verstehen. In den Nutzungsbedingungen steht, dass die Firma Aufnahmen nutzen kann, „um die Spracherkennung zu verbessern“.

Die Aufnahme des Gesprächs ist beim Kauf ausgeschaltet. Nutzern wird geraten, sie einzuschalten. Ansonsten steht ein Teil der personalisierten Funktionen nicht zur Verfügung. Der Assistent kann dann beispielsweise keine individuellen Stimmen mehr erkennen, weil er keine Stimmmuster erlernen kann.

Auch Google-Rivale Amazon hatte bestätigt, dass Vertragspartner die Aufnahmen von Alexa hören.

Mehr: Die Affäre um den Sprachassistenten Alexa zeigt, wie weit wir Internetkonzerne in unser Leben gelassen haben. Höchste Zeit für ein paar Spielregeln.

  • ap
Startseite

Mehr zu: Tech-Branche - Sprachaufnahmen von Google Assistant werden von Mitarbeitern abgehört

0 Kommentare zu "Tech-Branche: Sprachaufnahmen von Google Assistant werden von Mitarbeitern abgehört"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote