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Technologiekonzern Samsung hofft nach der Chip-Krise auf die Trendwende

Der Absturz der Speicherchip-Preise riss auch die Gewinne von Samsung nach unten. Doch nun überrascht der Konzern mit guten Zahlen fürs dritte Quartal.
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Der Quartalsumsatz erreichte trotz Chipflaute und steigender geopolitischer Unsicherheit mit 62 Billionen Won (47,1 Milliarden Euro) fast wieder Rekordniveau. Quelle: AP
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Der Quartalsumsatz erreichte trotz Chipflaute und steigender geopolitischer Unsicherheit mit 62 Billionen Won (47,1 Milliarden Euro) fast wieder Rekordniveau.

(Foto: AP)

Tokio Im Handelskrieg zwischen den USA und China gibt es einige Technologiekonzerne, die Anleger als Kursbarometer sehen. Ein solcher Konzern ist Samsung Electronics, der am Dienstag eine Schätzung für sein drittes Geschäftsquartal veröffentlicht hat.

Die Prognose beschränkte sich zwar wie üblich nur auf den Umsatz und den operativen Gewinn. Aber auch diese dürren Zahlen schürten überraschend die Erwartung, dass die Konzerngewinne nach einem tiefen Fall bereits die Kurve gekriegt haben.

Zwar sackte Samsungs Betriebsgewinn im Jahresvergleich um satte 56 Prozent auf 7,7 Billionen Won (5,9 Milliarden Euro) ab. Aber diesen Sturz hatten die Märkte schon lange eingepreist. Denn im dritten Quartal 2018 fuhr der globale Marktführer bei Speicherchips getragen von hohen Preisen für Halbleiter einen Fabelrekord ein, den nun in Zeiten gefallener Chippreise niemand mehr erwartet.

Aber erstens tendieren die Gewinne nach einem Tiefstand im ersten Quartal wieder nach oben. Zweitens übertrafen die Südkoreaner den Marktkonsens um gleich zehn Prozent.

Samsung bleibt damit eine Ausnahmeerscheinung in der Welt klassischer Technikkonzerne. Der Quartalsumsatz erreichte trotz Chipflaute und steigender geopolitischer Unsicherheit mit 62 Billionen Won (47,1 Milliarden Euro) fast wieder Rekordniveau. Und die Gewinnmarge lag immerhin bei 12,4 Prozent. Das ist respektabel für einen Konzern, der sich noch mit kaum profitablen Geräten wie Kühlschränken und Fernsehern abgibt.

Für die Anleger sind diese Zahlen eine Erleichterung. Denn die Koreaner bewegen sich mit Smartphones, Displays und Speicherchips in Feldern, die derzeit ganz besonders unter Zollschranken, Konjunktur und Konsum in den USA und China abhängen.

Die USA sind für Samsung ein wichtiger Absatzmarkt für fertige Handys, China darüber hinaus auch für Bauteile von Chips bis zu Bildschirmen aus Flüssigkristallen oder organischen Leuchtdioden (Oled), in denen Samsung Marktführer ist.

Doch nicht nur die Smartphones der Koreaner verkaufen sich besser als erwartet. Die größten Hoffnungen setzen die Märkte darauf, dass die Preise für Speicherchips wieder steigen. Neue Rekordgewinne sind zwar auch dann unwahrscheinlich. Aber die Profite könnten weiter steigen – und damit auch Samsungs Aktienkurs.

Mehr: Schnelles Wachstum, hohe Zahlungsbereitschaft und ein Angriff auf Google: Das sind die Erkenntnisse von Südkoreas Marktführer SK Telecom über die neue Mobilfunk-Ära.

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