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Telekom-Tochter T-Systems-Deal mit IBM: Prüfung durch Wettbewerbshüter dauert länger

Die Telekom-Tochter will den Betrieb von Großrechnern an IBM abgeben. Doch der Verkauf stockt. Das Kartellamt hat die Prüfzeit verlängert.
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T-Systems will den Betrieb von Großrechnern an IBM abgeben. Quelle: dpa
Großrechner

T-Systems will den Betrieb von Großrechnern an IBM abgeben.

(Foto: dpa)

DüsseldorfZum ersten Mal seit der US-Amerikaner Adel Al-Saleh Anfang 2018 die Leitung über die T-Systems übernommen hat, wollte die Telekom-Tochter einen Geschäftsbereich verkaufen. Der US-Konzern IBM sollte den Betrieb von Großrechnern übernehmen.

Doch der Deal stockt. „Die Prüffrist wurde bis zum 9. Juli 2019 verlängert“, sagte ein Sprecher des Bundeskartellamtes. Die Behörde muss die Fusion genehmigen. Die Verlängerung der Frist könnte ein Hinweis auf Bedenken der Wettbewerbshüter sein.

Rund 400 Mitarbeiter in sechs Ländern sollen von T-Systems zu IBM wechseln. Der US-Konzern kauft T-Systems zudem die Großrechner ab. Bestehende Kundenverträge sollen von T-Systems fortgeführt werden, der Umsatz aber zu großen Teilen an IBM weitergegeben werden. Das Geschäftsvolumen liegt nach Informationen des Handelsblatts bei mehr als 800 Millionen Euro über zehn Jahre.

Al-Saleh hatte angekündigt, T-Systems auf profitable Kernbereiche zu trimmen. Der Betrieb von Großrechnern gehört offenbar nicht dazu. IBM ist in dem Segment sehr stark aufgestellt. Doch genau aus diesem Grund könnten die Wettbewerbshüter Bedenken haben. Auf Anfrage sagte ein Sprecher des Bundeskartellamtes, die Behörde äußere sich nicht zu laufenden Verfahren.

Ursprünglich hatten beide Unternehmen die Fusion bereits Ende 2018 beim Bundeskartellamt eingereicht. Dann hatten die Firmen den Antrag am 30. Januar jedoch wieder zurückgezogen. „Das hatte lediglich technische Gründe. Die Partnerschaft für den Betrieb von Großrechnern wird kommen. Wir mussten lediglich weitere Informationen zusammenstellen“, hatte Al-Saleh die Entscheidung gegenüber dem Handelsblatt begründet. Aus Firmenkreisen hieß es, mit der Neueinreichung des Antrags sollte ein schnelles Prüfverfahren ermöglicht werden.

„Wir sind in konstruktiven Gesprächen“

Am 25. Februar hatten die Unternehmen zwar unter dem Aktenzeichen B7-50/19 erneut die Fusion beim Bundeskartellamt eingereicht. Die Behörden hatten jedoch nicht innerhalb eines Monats, der sogenannten ersten Phase, über den Antrag entschieden, sondern die zweite Phase mit einem förmlichen Hauptverfahren eingeleitet. Dadurch erweitert sich Frist für die Entscheidung auf vier Monate. Den Zeitraum hatte die Behörde dann nochmals auf den 9. Juli 2019 erweitert.

Ein Sprecher von T-Systems sagte: „Wir sind in konstruktiven Gesprächen mit der Behörde.“ Zu näheren Details wollte sich das Unternehmen nicht äußern. Auch IBM hält sich bedeckt. „IBM und T-Systems haben einen Vertrag im Bereich Services geschlossen“, sagte eine Sprecherin. Die Zustimmung des Kartellamtes liege noch nicht vor. „Wir kommentieren keine laufenden Verfahren“, sagte die Sprecherin.

Mehr: So äußerte sich T-Systems-Chef Al-Saleh im Interview zu seiner Strategie für das Unternehmen und die Hintergründe des Rückziehers beim Fusionsantrag beim Bundeskartellamt.

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1 Kommentar zu "Telekom-Tochter: T-Systems-Deal mit IBM: Prüfung durch Wettbewerbshüter dauert länger"

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  • Ich kann davor nur warnen. Auch ein anderes dt. Unternehmen hat einen ähnlichen Vertrag abgeschlossen. Die Auswirkungen waren extreme technische Probleme. Ausfälle, ständige Streitereien , Zeit Verzögerungen und Kostenexplosion.

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