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Telekom will EU-Kartellverfahren vermeiden DSL-Line-Sharing soll billiger werden

Die Telekom lenkt im Streit mit der EU-Kommission um schnelle Internet-Zugänge ein und will ihren Wettbewerbern freiwillig deutlich günstigere Leitungskonditionen anbieten.

sce/slo BRÜSSEL/DÜSSELDORF. Die Deutsche Telekom will ihren Konkurrenten aus freien Stücken entgegenkommen und so Ärger mit der EU-Kommission vermeiden: Die monatlichen Mietpreise für eine Vorleistung, mit der die Wettbewerber ihren Kunden schnelle Internetzugänge via DSL-Technik anbieten, sollen daher deutlich sinken, erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen des Unternehmens. Darauf habe sich der Bonner Konzern mit EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti geeinigt – um so zu verhindern, dass ein Kartellverfahren gegen die Telekom eingeleitet werde, heißt es. Die EU bestätigte dies am gestrigen Abend.

Das entsprechende Vorleistungsprodukt wird im Fachjargon Line-Sharing genannt. Das bedeutet: Ein Telekom-Konkurrent kann die Telefonleitung des Ex-Monopolisten auch teilweise mieten – nicht nur komplett, wie es bisher üblich ist. Line-Sharing macht es möglich, den Internetzugang bei einem anderen Unternehmen zu haben und dennoch weiterhin über die Telekom zu telefonieren.

Bisher kostet Line-Sharing 4,77 Euro pro Monat. Hinzu kommen Einmalgebühren von insgesamt knapp 150 Euro. Telekom-Konkurrenten wie die Kölner QSC AG kritisierten diese Preise als zu hoch, so dass Line-Sharing nicht genutzt wird.

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