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Telekommunikation Chinesischer Netzausrüster ZTE will auf Marktzugang in Europa klagen

Immer mehr EU-Staaten limitieren den Zugang für Ausrüster aus China im Mobilfunk – auch Deutschland. ZTE will juristisch auf Marktzugang drängen.
21.12.2020 - 10:50 Uhr Kommentieren
Der chinesische Staatskonzern will um den Marktzugang in Europa kämpfen. Quelle: AP
Netzausrüster ZTE

Der chinesische Staatskonzern will um den Marktzugang in Europa kämpfen.

(Foto: AP)

Düsseldorf Der chinesische Staatskonzern ZTE bereitet eine Klage vor, um weiter in vollem Umfang Netzausrüstung in Europa zu verkaufen. Derzeit werde ein Team von Juristen zusammengestellt, um in Belgien mögliche Beschränkungen juristisch anzugreifen, erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen.

Nach Großbritannien, Frankreich und Schweden erwägt auch Belgien, den Einsatz chinesischer Ausrüster in seinen Mobilfunknetzen stark einzuschränken oder komplett zu unterbinden.

Neben ZTE gehört Huawei zu den chinesischen Netzausrüstern, die in Europa zu den wichtigen Lieferanten für Betreiber wie Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica gehören. Während Huawei europaweit einer der bedeutendsten Lieferanten ist, hat ZTE während der vergangenen Jahre Schwierigkeiten mit seinem Geschäft. In Deutschland verlor die Firma Ende 2018 ihren wichtigsten Großauftrag von Telefónica.

Der Ausgang der juristischen Verfahren ist völlig offen. Huawei hat sich mit einer Klage gegen den Marktausschluss in Schweden gewendet. Die schwedische Post- und Telekommunikationsbehörde (PTS) hatte im Oktober entschieden, Huawei und ZTE aufgrund von Sicherheitsbedenken vom Ausbau des Echtzeitmobilfunks 5G auszusperren.

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    ZTE konzentriert sich hingegen auf Belgien. Zum Besuch des chinesischen Premiers Li Keqiang in dem Land 2017 hatte ZTE eine strategische Partnerschaft mit dem Netzbetreiber Telenet geschlossen. Im bestehenden 4G-Funknetz macht der Anteil von ZTE-Ausrüstung 100 Prozent aus, schreibt die Beratungsgesellschaft Strand Consult in einer Analyse.

    Da das 5G-Netz meist auf 4G aufbaut, hatte ZTE große Hoffnung auf das künftige Geschäft. In Branchenkreisen hieß es, das Geschäft in Belgien mache derzeit rund die Hälfte der ZTE-Umsätze in Europa aus.

    Die Telenet-Rivalen Proximus und Mobistar haben sich bei 5G laut Brancheninformationen bereits auf die europäischen Ausrüster Ericsson und Nokia festgelegt. Sie hatten zuvor Huawei als zentralen Partner für ihr Netz.

    Selbst wenn Belgien sich zu einer Begrenzung des Marktanteils und nicht auf einen kompletten Ausschluss chinesischer Ausrüster verständigen sollte, hätten ZTE und Huawei wohl keine Chance, prognostizierte Hosuk Lee-Makiyama, Direktor beim European Centre for International Political Economy.

    Aufgrund der geringen Größe des Netzes im Land sei der Aufwand zu groß, zwei unterschiedliche Netzausrüster einzusetzen. Auf Anfrage wollten sich weder ZTE noch Huawei zu den Entwicklungen äußern.

    Mehr: Schweden schließt Huawei und ZTE vom 5G-Ausbau aus

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