Telekommunikation Kuba geht ans Netz

Als einziges Land in der westlichen Welt ist Kuba noch nicht ans weltweite Glasfasernetz angeschlossen. Um mit der Außenwelt kommunizieren zu können, muss der Inselstaat auf langsamere und teurere Satellitenverbindungen zurückgreifen. Mit der Hilfe Venezuelas soll nun auch auf Kuba neueste Telekommunikationstechnik Einzug erhalten.
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Kubas Präsident Raul Castro bekommt beim Anschluss ans Glasfasernetz Hilfe von Hugo Chavez. Quelle: dpa

Kubas Präsident Raul Castro bekommt beim Anschluss ans Glasfasernetz Hilfe von Hugo Chavez.

(Foto: dpa)

HB CARACAS. Im Sommer kommenden Jahres soll Kuba mithilfe Venezuelas ans Rückgrat der weltweiten Telekommunikation angeschlossen werden. Die Arbeiten zur Verlegung eines Unterseeglasfaserkabels würden bis Februar beginnen, sagte der kubanische Botschafter in Venezuela, Rogelio Polanco, am Freitag.

Mitte 2011 soll die Verbindung hergestellt sein - zwei Jahre später als ursprünglich geplant. 2007 wurde das Projekt erstmals angekündigt.

Bislang ist Kuba das einzige Land in der westlichen Welt, das noch nicht ans weltweite Glasfasernetz angeschlossen ist. Deshalb muss der Inselstaat für seine Kommunikation mit der Außenwelt auf langsamere und teurere Satellitenverbindungen zurückgreifen. Mit der Inbetriebnahme des Unterseekabels könnten Auslandstelefonate und Internetverbindungen für die kubanische Bevölkerung günstiger werden.

Venezuelas Präsident Hugo Chavez ist einer der eifrigsten Unterstützer des Karibikstaats. So hat sein Land auch den Vertrag über die Fertigung und Verlegung des Kabels mit einem französischen Unternehmen geschlossen. Die Kosten für das Projekt wurden mit rund 70 Mio. Dollar (50 Mio. Euro) angegeben. Die geplante Route verläuft von der venezolanischen Hafenstadt La Guaira nach Santiago auf Kuba.

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