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Telekommunikation Nach gescheitertem UPC-Kauf: Führungsspitze von Sunrise tritt ab

Konzernchef Olaf Swantee tritt von seinem Amt zurück. Zudem werden der Verwaltungsratspräsident und der Vizepräsident auf der Generalversammlung nicht mehr kandidieren.
03.01.2020 - 08:06 Uhr Kommentieren
Der CEO von Sunrise gibt sein Amt auf. Quelle: Reuters
Olaf Swantee

Der CEO von Sunrise gibt sein Amt auf.

(Foto: Reuters)

Zürich Das Telekomunternehmen Sunrise wechselt nach der geplatzten Übernahme des Kabelunternehmens UPC Schweiz die Führungsspitze aus. Konzernchef Olaf Swantee tritt von seinem Amt zurück. Zudem werden Verwaltungsratspräsident Peter Kurer sowie Vizepräsident Peter Schöpfer auf der Generalversammlung im April 2020 nicht mehr kandidieren.

Zum neuen Chef des zweitgrößten Schweizer Telekom-Unternehmens wurde der bisherige Finanzchef André Krause ernannt, wie Sunrise am Freitag mitteilte. Swantee werde ihn noch bis zur Generalversammlung 2020 im April unterstützen, um einen „reibungslosen Führungswechsel zu gewährleisten“. Swantee war fast vier Jahre lang Chef von Sunrise.

Sunrise hatte im Februar 2019 bekanntgegeben, für rund 6,3 Milliarden Schweizer Franken (aktuell 5,81 Milliarden Euro) den Kabelnetzbetreiber UPC Schweiz von Liberty Global übernehmen zu wollen. Der Kauf war allerdings auf heftigen Widerstand bei Aktionären gestoßen, vor allem beim deutschen Großaktionär Freenet.

Die Anteilseigner kritisierten vor allem den hohen Kaufpreis und stemmten sich gegen eine Kapitalerhöhung um 2,8 Milliarden Franken zur Finanzierung des Deals. Im Oktober war der Kauf endgültig abgesagt worden.

Verwaltungsratspräsident Kurer war in den vergangenen Monaten im Umfeld der missglückten UPC-Übernahme auch medial stark in die Kritik geraten. Er hatte sein Amt seit April 2016 inne. Vizepräsident Schöpfer war laut den Angaben unter anderem maßgeblich am Börsengang von Sunrise im Jahr 2015 beteiligt.

Mehr: SAP und die Telekom arbeiten zusammen: S/4 Hana soll dem Bonner Konzern den Ausbau von 5G und Glasfasernetz erleichtern. SAP gewinnt damit einen wichtigen Kunden.

  • dpa
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