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Telekommunikation Schweizer Wettbewerbshüter genehmigen UPC-Übernahme durch Sunrise

Die Behörde hat für den Deal grünes Licht gegeben – ohne Bedingungen oder Auflagen. Der größte Aktionär stemmt sich weiter gegen den Deal.
26.09.2019 Update: 26.09.2019 - 09:58 Uhr Kommentieren
Schweiz: Wettbewerbshüter genehmigen UPC-Übernahme durch Sunrise Quelle: Reuters
UPC-Logo

Sunrise will das Unternehmen übernehmen.

(Foto: Reuters)

Zürich Die zweitletzte Hürde für eine Übernahme des Schweizer Kabelnetzbetreibers UPC durch den heimischen Wettbewerber Sunrise ist ausgeräumt. Die Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) genehmigte den Deal ohne Auflagen, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte.

Damit stehen dem Vollzug der Transaktion keine regulatorischen Hürden mehr im Weg. Allerdings kann es jetzt zum Showdown kommen zwischen der Sunrise-Spitze und Großaktionären wie der deutschen Freenet, die den 6,3-Milliarden-Franken-Deal bekämpfen.

Auf einer Aktionärsversammlung, die voraussichtlich am 23. Oktober stattfindet, stimmen die Aktionäre über eine bis zu 4,1 Milliarden Franken schwere Kapitalerhöhung ab, mit der die Transaktion finanziert werden soll. Experten rechnen mit einem knappen Ausgang.

Die vor allem im Mobilfunk starke Sunrise will UPC vom US-Kabelriesen Liberty Global übernehmen. Dank Bündel-Angeboten für Mobilfunk, Breitband-Internet, TV und Festnetz soll das fusionierte Unternehmen Marktanteile gewinnen.

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    Als Nummer zwei in der Schweiz wird Sunrise wie Marktführer Swisscom in der Lage sein, eine breite Palette von Dienstleistungen anzubieten. Die Weko rechnet mit einer Belebung des Wettbewerbs. Die Gefahr, dass Sunrise und die staatlich kontrollierte Swisscom eine marktbeherrschende Stellung einnähmen, bestehe nicht.

    ZKB-Analyst Andreas Müller prognostizierte, dass sich der Wettbewerb weniger um den Preis als um die Qualität drehen werde: „Die als eher teuer kritisierte Übernahme von UPC dürfte Sunrise unseres Erachtens auch nicht zum exzessiven Preisdrücker werden lassen, damit sich die Transaktion überhaupt lohnt.“ Während der langandauernden Integrationsphase von Sunrise mit UPC dürfte die Swisscom wieder Kunden zurückzugewinnen.

    Ob es überhaupt soweit kommt, ist allerdings noch unsicher. Denn Freenet, die rund ein Viertel der Anteile hält, sowie eine Reihe anderer Eigner wollen den Deal verhindern. Sie finden die Übernahme zu teuer und strategisch unnötig. Zudem sei die Kapitalerhöhung zu hoch. In diesem Punkt will Sunrise den Aktionären allerdings entgegenkommen. Insider erwarten, dass der Konzern den Aktionären in den kommenden Tagen einen neuen Vorschlag präsentiert, der eine kleinere Kapitalerhöhung und stattdessen eine höhere Verschuldung vorsieht.

    Auf der Generalversammlung vom kommenden Monat braucht Sunrise eine einfache Mehrheit der anwesenden Aktionäre. Sollte sich das Management durchsetzen, stellte Sunrise den Vollzug der Transaktion bis Ende November in Aussicht.

    Mehr: Sunrise will den Kabelnetzbetreiber UPC schlucken. Ein Aktionär fordert die Absetzung des Sunrise-Verwaltungsratschefs – und erhält prominente Rückendeckung.

    • rtr
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