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Telekommunikation T-Mobile-Sprint-Fusion erhält wohl Mehrheitsvotum der US-Branchenaufsicht

Die Telekom-Tochter T-Mobile US bekommt laut Medienberichten wohl die Zustimmung der Wettbewerbshüter für ihre Fusion mit dem US-Konkurrenten Sprint.
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Die beiden Konkurrenten auf dem US-Mobilfunkmarkt wollen sich verbünden. Quelle: Reuters
T-Mobile und Sprint

Die beiden Konkurrenten auf dem US-Mobilfunkmarkt wollen sich verbünden.

(Foto: Reuters)

New York Die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom T-Mobile US und Sprint können Insidern zufolge auf die Zustimmung der Branchenaufsicht FCC zu ihrer geplanten Milliardenfusion rechnen. Drei der fünf Kommissionsmitglieder befürworteten die 26 Milliarden Dollar schwere Firmenehe, berichten die Nachrichtenagenturen Reuters und Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise. Offiziell entscheiden soll die Kommission Mitte Oktober.

Damit kommt die Deutsche Telekom endlich ihrem Ziel näher, einen schlagkräftigen US-Anbieter zu schmieden. Die Fusion der Nummer Drei und der Nummer Vier auf dem US-Markt haben die beiden bereits im April 2018 bekannt gegeben. Gemeinsam wollen sie die beiden Marktführer AT&T und Verizon angreifen und in das 5G-Netz investieren. Doch die Genehmigung der Fusion lässt auf sich warten. Seit der Ankündigung ist das Projekt auf immer neue Hürden gestoßen.

Zuletzt hatte jedoch die Wettbewerbsaufsicht im US-Justizministerium grünes Licht gegeben. Dessen Zustimmung ist an verschiedene Bedingungen geknüpft wie den Verkauf von Konzernteilen und Mobilfunkfrequenzen an den Satelliten-Anbieter Dish. So will die Wettbewerbsaufsicht sicherstellen, dass die Verbraucher auch künftig zwischen vier Mobilfunk-Anbietern wählen können.

In trockenen Tüchern ist das Projekt aber auch mit der voraussichtlichen Zustimmung der FCC noch nicht. Schließlich klagen noch immer 17 Bundesstaaten gegen die Fusion. Die Bundesstaaten befürchten, dass die geplante Fusion die Preise in die Höhe treibt und Jobs vernichtet. Die Telekom-Tochter T-Mobile US verfügt über rund 80 Millionen Kunden, bei Sprint sind es rund 55 Millionen Kunden. Die Fusion bleibe „schlecht für Verbraucher, schlecht für Mitarbeiter und schlecht für Innovation“, sagte die New Yorker General-Staatsanwältin Letitia James, die die Klage anführt.

T-Mobile verspricht, dass die Fusion neue Jobs schaffen wird und, dass die Preise nicht steigen werden. Es seien 40 Milliarden Dollar Investitionen über drei Jahre geplant.

Durch den Zusammenschluss von T-Mobile und Sprint entsteht ein Mobilfunkriese, der auf 130 Millionen Kunden und einen Jahresumsatz von rund 76 Milliarden Dollar kommt. Damit würde er immer noch hinter AT& T und Verizon liegen, aber ein ernsthafterer Konkurrent werden.

Es ist unklar, ob die Staaten wirklich die Ressourcen haben, gegen Sprint und T-Mobile zu klagen oder ob sie die Klagen nur als Druckmittel nutzen. In der Vergangenheit wurden solche Klagen gegen Fusionen auch genutzt, um für den eigenen Staat das meiste herauszuholen, was Arbeitsplätze und Niederlassungen angeht.

Von einigen Bundesstaaten gibt es auch positive Nachrichten: Erst diese Woche hat Florida angekündigt, den Deal des Justizministeriums mit T-Mobile und Sprint zu unterstützen. Damit haben nun immerhin sechs Bundesstaaten ihre Zustimmung signalisiert.

Angesichts des zähen Genehmigungsprozesses hatte der T-Mobile COO Mike Sievert vor zwei Wochen in New York gescherzt: „Wir sind zuversichtlich, dass wir den Deal vor drei Monaten durchbekommen“. Vielleicht ist er nun seinem Ziel einen Schritt näher gekommen.

Mehr: Die Angestellten haben Sorgen wegen der Fusion mit dem Rivalen Sprint. Sie fordern vom Telekom-CEO Höttges eine Job- und Gehaltsgarantie.

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