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Telekommunikationskonzern Telefónica will offenbar 5000 Stellen streichen

Der Telekommunikationskonzern will die Kosten senken – und spart laut einem Bericht wieder einmal beim Personal. Demnach diesmal in Spanien.
Update: 10.09.2019 - 17:11 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen streicht laut einem Bericht Tausende Jobs. Quelle: Reuters
Telefónica-Zentrale in Madrid

Das Unternehmen streicht laut einem Bericht Tausende Jobs.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Der Telekommunikationskonzern Telefónica will in Spanien laut Medienberichten rund 5000 der 25.000 Stellen streichen. Dabei setze er auf ein Vorruhestandsprogramm, an dem sich Mitarbeiter ab 53 Jahren freiwillig beteiligen könnten, berichtete die Tageszeitung „El País“.

Der Plan werde an diesem Dienstag auf der Vorstandssitzung diskutiert und voraussichtlich am Mittwoch den Gewerkschaften vorgestellt, hieß es in dem Bericht.

Das Unternehmen bestätigte die Meldung am Dienstag im Grundsatz, äußerte sich aber nicht zu konkreten Zahlen. In einer Pressemitteilung kündigte es an, den Arbeitnehmervertretern einen Vorschlag zu unterbreiten, wie es „die Belegschaft verbessern“ und sie an die „Herausforderungen der kommenden Jahre“ anpassen könne. Die Kosten bezifferte es mit schätzungsweise 1,6 Milliarden Euro vor Steuern.
Der Konzern geht nach eigenen Angaben davon aus, dass er in den nächsten Jahren mehr als die Hälfte aller Verkäufe über digitale Kanäle abwickelt und zudem immer mehr Kunden eine App für ihre Serviceanliegen nutzen – dadurch sinkt der Personalbedarf. Gleichzeitig schreite die Modernisierung des Netzwerks voran.

Daher will Telefónica den Gewerkschaften einen Vorschlag für ein Vorruhestandsprogramm machen, an dem Mitarbeiter ab 53 Jahren freiwillig beteiligen können. Die Konditionen seien Inhalt der Verhandlungen. Die Zahlen aus den Medienberichten bestätigte das Unternehmen nicht.

Telefónica plant zudem eine groß angelegte Weiterbildung, um „die Mitarbeiter an die Bedürfnisse zukünftiger Herausforderungen anzupassen“. Das Unternehmen will mehr als 6000 Menschen für neue Aufgaben qualifizieren. Der Fokus liege auf wichtigen Bereichen wie Informationssicherheit, Datenanalyse und Web-Entwicklung.
Es handle sich um das größte Trainingsprogramm, das in Spanien entwickelt worden sei, erklärt der Konzern in der Mitteilung. Das Weiterbildungsbudget werde für diesen Zweck mehr als verdoppelt. Die Gewerkschaften sollen sich an der Entwicklung des Programms beteiligen können.

Telefónica wolle mit diesem Programm daher die Kosten senken und so den Aktienkurs steigern, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg. Der Börsenwert des spanischen Konzerns erreichte im vergangenen Monat ein 22-Jahres-Tief – Stellenstreichungen seien eine Reaktion, die das Management diskutiert habe.
Das Unternehmen verkleinerte die Belegschaft in den vergangenen Jahren deutlich, 2015 beschäftigte es noch 31.100 Mitarbeiter. Sollte das jüngste Kürzungsprogramm wie geplant erfolgen, sind es künftig ein Drittel ein weniger.

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  • chk
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