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Telekommunikationskonzern Weniger Umsätze in Südeuropa: Vodafone kürzt die Dividende deutlich

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Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone hat nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang seine Dividende gekappt. Quelle: dpa
Vodafone

Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone hat nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang seine Dividende gekappt.

(Foto: dpa)

LondonDer britische Telekommunikationskonzern Vodafone hat am Dienstagmorgen Zahlen zu dem am 31. März beendeten Geschäftsjahr 2018/2019 vorgelegt. Wegen einer Umstellung in der Berechnungsweise der Zahlen sind diese nur begrenzt aussagefähig. Hier die wichtigsten Fakten im Überblick.

  • Der Umsatz sank auf 43,7 Milliarden Euro.
  • Das bereinigte Ergebnis (Ebitda) des Konzerns fiel um 4,1 Prozent auf 14,14 Milliarden Euro. Vodafone-Chef Nick Read hatte zuletzt ein Plus „rund drei“ Prozent prognostiziert auf 14,15 bis 14,65 Milliarden Euro (Vorjahr: 14,15 Milliarden Euro). Allerdings sind die Zahlen durch eine Umstellung in der Rechnungslegung nur bedingt vergleichbar.
  • Abschreibungen drückten das Ergebnis auf minus 951 Millionen Euro. Die Dividende soll deshalb von 15,07 Euro-Cents auf neun Euro-Cents gekappt werden.
  • Die Nettoverschuldung reduzierte sich zum 31. März auf 27 Milliarden Euro nach 29,6 Milliarden im Vorjahr.

Das fällt positiv auf

Deutschland ist schon lange zum wichtigsten Markt von Vodafone aufgestiegen: Mit mehr als 30 Millionen Mobilfunkkunden ist Deutschland mittlerweile wichtiger für Vodafone als der Heimatmarkt mit 17,5 Millionen Mobilfunknutzern. Auch im vergangenen Jahr verbuchte Vodafone hier ein Umsatzplus.

Das fällt negativ auf

Seit mehreren Quartalen schon gehören die Vodafone-Töchter in Italien und Spanien zu den Sorgenkindern. In den beiden Märkten erzielt Vodafone jeweils etwas mehr als ein Zehntel seiner Konzernumsätze – aber vor allem der harte Konkurrenzkampf führt dazu, dass die Zahlen nicht die Erwartungen der Analysten und Investoren erfüllen. Im vergangenen Geschäftsjahr sanken die Umsätze in Italien und Spanien um jeweils über sechs Prozent.

Was jetzt passiert

Für das laufende Jahr sagt Firmenchef Nick Read ein bereinigtes Ergebnis (Ebitda) zwischen 13,8 und 14,2 Milliarden Euro voraus, was einem „organischen Wachstum im unteren einstelligen Bereich“ entspricht. Der freie Cash-Flow soll „mindestens 5,4 Milliarden“ Euro betragen.

Wichtig für die nahe Zukunft dürfte die Entscheidung der EU-Kommission zum geplanten Milliarden-Deal mit Liberty Global sein: Vergangenes Jahr hatten Liberty Global und Vodafone vereinbart, dass Vodafone für 18,4 Milliarden Euro den deutschen Kabelanbieter Unitymedia sowie drei weitere Auslandstöchter von Liberty Global abkauft. Es wäre für Vodafone der zweitgrößte Deal seit der Übernahme von Mannesmann vor 19 Jahren.

Eine Entscheidung wird bei Vodafone bis Juli erwartet. Dazu werden in mehreren Ländern gerade die Lizenzen für 5G-Frequenzen versteigert. Das ist teuer – und deswegen hatten einige Investoren bereits erwartet, dass die Dividende sinken könnte, auch wenn das Vodafone-Management bis zuletzt beteuert hatte, dass die Gewinnbeteiligung nicht angetastet werden solle.

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