Telekommunikationsunternehmen: Vodafone und Altice verbünden sich für Glasfaser-Ausbau in Deutschland
Glasfaseranschlüsse bieten hohe Übertragungsgeschwindigkeiten.
Foto: dpaHamburg, Frankfurt. Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone gründet für den Glasfaserausbau in Deutschland ein Gemeinschaftsunternehmen mit der französischen Altice Gruppe. Die neue Gesellschaft werde dabei mit sieben Milliarden Euro bewertet, teilte Vodafone am Montag mit.
Das Unternehmen plant, sieben Millionen zusätzliche Glasfaseranschlüsse zu verlegen: 80 Prozent in Gebieten, in denen Vodafone bereits präsent ist. Damit sind etwa Wohnungsbaugesellschaften gemeint ,die Vodafone derzeit mit seinem Kabelnetz versorgt. Die restlichen rund 1,4 Millionen Anschlüsse sollen in Regionen entstehen, in denen der Konzern bisher noch kein eigenes Netz hat.
Die vom französisch-israelischen Telekom-Milliardär Patrick Drahi kontrollierte Altice agiert bei dem Projekt über ihre Tochter Geodesia und zahlt Vodafone bis zu 1,2 Milliarden Euro für einen 50-prozentigen Anteil an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen. Die ersten 120 Millionen Euro sollen bei der Gründung des Joint Ventures fließen, 487 Millionen in Raten während des Ausbaus der Firma und bis zu 595 Millionen als sogenannter Earn-out je nach Geschäftserfolg.
Vodafones Deutschlandchef Philippe Rogge sprach von der „größten Glasfaser-Allianz der Republik“. Man wolle hohe Geschwindigkeiten auch in Haushalte bringen, in denen bislang noch kein eigenes Vodafone-Netz verfügbar sei. Das Joint Venture soll im ersten Halbjahr des kommenden Jahres seine Arbeit aufnehmen.