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Telemedizinische Betreuung Sensoren im Unterhemd kontrollieren Gesundheit

Überwachung der Gesundheit aus der Ferne - für eine wachsende Zahl von Patienten wird sie zur Realität. Vor allem Herz-Kreislauf-Kranke profitieren von der telemedizinischen Betreuung, die gleichzeitig hilft, Betreuungskosten zu senken.
  • Chris Löwer

DÜSSELDORF. Erst holpert das Herz, dann rast es. Eigentlich höchste Zeit für den Mittfünfziger, die Notaufnahme aufzusuchen, denn sein Herzinfarkt liegt erst zwei Jahre zurück. Doch er bleibt ruhig. Das Telefon klingelt: Die telemedizinische Betreuungszentrale gibt Entwarnung. Die Vitalparameter sind in Ordnung, sagt der behandelnde Arzt und verordnet Ruhe.

Was für die meisten noch wie weit entfernte Zukunftsmusik klingen mag, ist für einige schon Realität. Denn Firmen wie Personal HealthCare Telemedicine Service (PHTS), Biotronik sowie Forschungs-Institute haben bereits Home-Monitoring-Systeme entwickelt. Auf der Cebit zeigt das Fraunhofer IAO das Telemonitoringsystem Sensave, das die Diagnose und Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbessert. Betroffene streifen dazu ein Sensorshirt über, in das ein EKG-Sensormodul integriert ist. "Es wurden eigens hautverträgliche Trockenelektroden entwickelt", erläutert Projektsprecher Martin Schmidt. Umständliches Fingern mit herkömmlichen Elektroden und Leitgel entfällt.

Weitere funkvernetzte Sensoren überwachen stets den Gesundheitszustand des Patienten. Verschlechtert dieser sich, wird ein Arzt vom Überwachungszentrum alarmiert, telefonisch kann er erste Maßnahmen mit dem Erkrankten absprechen. "Neben der Behandlung wird auch die Lebensqualität von Herz-Kreislauf-Kranken verbessert", so Schmidt. Gleichzeitig entlastet Telemedizin Ärzte und Kliniken. Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse suchen die Patienten um ein Drittel seltener den Facharzt auf, und Klinikeinweisungen sinken um 13 Prozent.

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