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Terry Gou Foxconn-Gründer will Taiwans Präsident werden – und riskiert Ärger mit China

Der Gründer des iPhone-Fertigers Foxconn zieht sich aus dem Tagesgeschäft zurück: Terry Gou will Taiwans Präsident werden. Donald Trump gab er ein noch nicht eingelöstes Versprechen.
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Befehl von der Seegöttin. Quelle: Reuters
Terry Gou

Befehl von der Seegöttin.

(Foto: Reuters)

PekingWenn die Seegöttin Mazu Terry Gou im Traum erscheint und befiehlt, sich als Kandidat aufzustellen, um den jungen Menschen Hoffnung zu bringen und Frieden zwischen China und Taiwan zu sichern, dann gehorcht selbst der 68-jährige Gründer des weltweit größten Auftragsfertigers Foxconn. Als Präsidentschaftskandidat der Partei Kuomintang, die gegenüber China eine freundlichere Politik verfolgt, will er Staatschefin Tsai Ing-wen im nächsten Januar ablösen.

Dazu zieht sich Gou nun aus dem Tagesgeschäft seines 1974 gegründeten Unternehmens zurück. Auf der ersten Investorenkonferenz stellte Foxconn nun ein „Betriebskomitee“ vor, das neun Führungskräften aus den Tochtergesellschaften des Konzerns mehr Kontrolle einräumt.

Vor Gou liegt eine schwierige Aufgabe: Für Peking ist die Inselrepublik Taiwan eine abtrünnige Provinz, die man wieder eingliedern will – notfalls militärisch. Washington hingegen sieht sich als Taiwans Schutzmacht. Auch das eigene Volk ist gespalten: Während sich die jungen Inselbewohner primär als Taiwaner sehen, will die Mehrheit ihre Anbindung zum Festland nicht kappen.

Nun kommt der Handelskrieg zwischen den USA und China dazu und Gou sitzt dazwischen: Foxconn ist der größte Zulieferer von Apple, doch die meisten seiner mehr als eine Million Arbeiter sind in China. Man sei gut für diesen Konflikt aufgestellt, versichert der Konzern.

Schließlich gibt es auch Fabriken in Osteuropa und Lateinamerika. Außerdem kaufte Foxconn 2016 den japanischen Elektronikhersteller Sharp und erwarb von Microsoft die Rechte an Nokias Handygeschäft. Andererseits hat Gou sein Versprechen an US-Präsident Donald Trump, 10.000 Arbeitsplätze in Wisconsin zu schaffen, noch lange nicht eingelöst.

Sinkflug

20

Prozent

hat Foxconns Aktie an Wert verloren, seit Gründer Terry Guo seine Präsidentschaftskandidatur verkündete.

Bislang ist es also zweifelhaft, ob Investoren der Beteuerung wirklich glauben. Seitdem Gou seine Kandidatur im April angekündigt hat, ist Foxconns Aktienkurs um rund 20 Prozent gefallen. Ob die Meeresgöttin Mazu dafür eine Lösung in Gous Ohr einflüstern kann?

Mehr: Zwischen China und den USA tobt ein Handelsstreit, der auch den Apple-Zulieferer Foxconn nicht unberührt lässt. Lesen Sie hier, warum der Konzern dennoch optimistisch in die Zukunft blickt.

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