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Teure Realitätsflucht So viel kostet Virtual Reality

Wer will, kann im eigenen Wohnzimmer in virtuelle Welten abtauchen - vorausgesetzt, er hat das nötige Kleingeld. Denn wer sich ernsthaft auf Virtuelle Realität einlassen will, sollte in ein Profi-Gerät investieren.
13.10.2016 - 10:28 Uhr Kommentieren
  • dpa
Playstation VR ist vorerst die günstige Variante für eine VR-Brille ohne Smartphone. Foto: Henning Kaiser Quelle: dpa
Playstation VR

Playstation VR ist vorerst die günstige Variante für eine VR-Brille ohne Smartphone. Foto: Henning Kaiser

(Foto: dpa)

Berlin Eine Science-Fiction-Vision ist Virtual Reality (VR) längst nicht mehr. Wer will, kann im eigenen Wohnzimmer in virtuelle Welten abtauchen - vorausgesetzt, das nötige Kleingeld ist vorhanden. Denn wer ernsthaft in Virtueller Realität spielen und Videos schauen möchte, sollte in eins der Profi-Geräte investieren. Und so unterschiedlich die sind, etwas haben alle gemeinsam: einen vergleichsweise hohen Preis.

Trotzdem ist das Interesse an den Geräten groß. Einer YouGov-Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) zufolge will ein Drittel der Internetnutzer in Deutschland (32 Prozent) künftig VR-Brillen für digitale Spiele nutzen. Zurzeit gibt es dabei im Wesentlichen vier Geräte: Samsungs Gear VR für passende Smartphones, HTC Vive und Oculus Rift als Zubehör für den PC sowie Sonys Playstation VR für die Playstation 4.

Virtuelle Pappschachtel: Von Google gibt es mit Cardboard einen Bausatz für VR-Brillen. Dazu benötigt man nur ein Smartphone. Foto: Franziska Gabbert Quelle: dpa
Google Cardboard

Virtuelle Pappschachtel: Von Google gibt es mit Cardboard einen Bausatz für VR-Brillen. Dazu benötigt man nur ein Smartphone. Foto: Franziska Gabbert

(Foto: dpa)

Dazu kommen kleine VR-Varianten wie Google Cardboard. Dafür brauchen Neugierige nur ein Smartphone und ein entsprechendes Pappgestell, das es schon ab 15 Euro gibt. Klar, dass die Erwartungen bei solchen Preisen nicht zu hoch sein sollten. „Die ganz einfachen Lösungen für VR sind eher ein Gimmick”, sagt Niklas Wilke, Digitalexperte bei der Unternehmensberatung PwC.

Zum Hineinschnuppern in virtuelle Welten sind Google Cardboard und Co. aber vielleicht genau das Richtige. Eine Mischform zwischen Hightech-Brille und Smartphone-Peripherie ist die Samsung Gear VR. Die gibt es schon für unter 100 Euro, nutzen lässt sie sich aber nur in Kombination mit einem aktuellen Galaxy-Smartphone. Wer so ein Gerät nicht ohnehin besitzt, sollte für den Kauf mindestens 300 Euro einplanen. Dafür bekommen Käufer allerdings eine Kombi, die bereits ein gutes Gefühl der Möglichkeiten von VR vermittelt.

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    In Sachen Auflösung, Blickfeld und Software-Bibliothek haben Oculus Rift und HTC Vive aber deutlich mehr zu bieten – was sich die Hersteller auch gut bezahlen lassen: Die Rift kostet um die 700 Euro, die Vive sogar 900 Euro, sie bietet aber auch etwas mehr. So liegen der HTC-Brille spezielle Controller bei, die Greif-Bewegungen simulieren. Ähnliche, etwas kompaktere Controller für die Oculus Rift sind in Arbeit, sollen aber erst Ende des Jahres erscheinen.

    „Technisch nehmen sich die beiden Lösungen nicht viel”, sagt Martin Fischer, Redakteur der Computerzeitschrift „c’t”. „Der Unterschied ist eher das Software-Angebot und das Roomscale-Feature der Vive.” Mitgelieferte Sensoren des HTC-Geräts erfassen, wo sich der Nutzer im Raum befindet. So können sich Spieler, die den nötigen Platz zu Hause haben, beim Zocken frei durch den Raum bewegen.

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