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Tracking iOS und Android: So schalten Sie das Tracking ab

Apple regt seine Smartphone- und Tabletnutzer künftig zum sparsamen Umgang mit Daten an. Doch das geht – versteckt – auch bei Android-Endgeräten.
12.05.2021 - 11:56 Uhr Kommentieren
Werbung wird Nutzern in der Regel personalisiert angezeigt. Quelle: dpa
Picnic-App

Werbung wird Nutzern in der Regel personalisiert angezeigt.

(Foto: dpa)

Hamburg Werbung verfolgt die Smartphonenutzer seit Jahren, oft unbemerkt, über viele Apps. Eine individuelle Nummer ermöglicht es den Werbekonzernen, über Webseiten und Apps hinweg personalisierte Werbung auszuspielen. Dieses „Tracking“ ist die Technik, die hinter dem viel beklagten Phänomen steckt, dass einmal gesuchte Waren immer wieder in verschiedenen Werbeformaten auftauchen.

Die aktuelle Entscheidung von Apple, Nutzer seiner iPhones künftig aktiv darauf hinzuweisen, ruft den freigiebigen Umgang mit den Daten auf dem Smartphone vielen Nutzern jetzt erst ins Bewusstsein. Bei neuen Apps fragt das iOS-System nun automatisch nach, ob die Nutzer das Werbe-Tracking zulassen wollen. Damit schärft Apple sein Image als Datenschützer.

Dabei lässt sich die Datensammelei schon seit Jahren verhindern – nicht nur auf Apples iPhones, sondern auch bei den weiter verbreiteten Geräten mit dem Betriebssystem Android. Das sind die Geräte fast aller anderen Hersteller wie Samsung, Nokia, LG, Sony oder Motorola.

So schalten Sie das Tracking bei Apples iOS aus

Auch bei älteren Versionen der iOS-Software vor der neuen Version 14.5 können Sie das Tracking komplett für alle Apps abschalten. Dazu wählen Sie die Einstellungen-App – also das Symbol mit dem Zahnrad. Wischen Sie dort bis zum Bereich Datenschutz. Dort findet sich der Menüpunkt „Werbung“. Hier gibt es je nach Version die Auswahl „Ad-Tracking beschränken“ oder „Apps erlauben, Tracking anzufordern“.

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    Bei älteren Geräten müssen Sie also „Ad-Tracking beschränken“ aktivieren, um das Tracking zu verhindern. Bei neueren „Apps erlauben, Tracking anzufordern“ deaktivieren.

    Sie können dort auch die Werbe-ID zurücksetzen. Damit beginnt die Datensammlung wieder bei null. So werden Sie lästige Werbung los, die Sie verfolgt, ohne ganz auf personalisierte Anzeigen verzichten zu müssen.

    So schalten Sie das Tracking bei Android aus

    Auch das Betriebssystem Android bietet an, auf das Tracking zu verzichten. Auch hier öffnen Sie zunächst das Menü „Einstellungen“, zum Beispiel über das Zahnradsymbol im Benachrichtigungsbereich.

    Mit dem neuen Apple Betriebssystem können Nutzer das Tracking von Apps leicht abschalten. Quelle: AP
    Apple

    Mit dem neuen Apple Betriebssystem können Nutzer das Tracking von Apps leicht abschalten.

    (Foto: AP)

    Die Funktion versteckt sich im Menüpunkt „Google“. Dort finden Sie den Punkt „Werbung“. An dieser Stelle gibt es die Auswahl „Personalisierte Werbung deaktivieren“ oder „Interessenbezogene Werbung deaktivieren“. Zudem können Sie auch hier ihre Werbe-ID zurücksetzen. Im Menüpunkt „Google Anzeigen“ erklärt Google seine Sicht auf die Technik, mit deren Hilfe Google nicht nur in den eigenen Produkten, sondern auch auf zwei Millionen Webseiten und Drittanbieter-Apps Werbung auswählt.

    Was sind die Vorteile von Tracking?

    Werbekonzerne wie Google argumentieren, die personalisierte Werbung helfe nicht nur den Werbetreibenden, sondern auch den Nutzern. Sie würden in den Werbeanzeigen nützlichere Inhalte sehen. Zudem finanziert die zielgerichtete Werbung viele Gratisangebote im Netz und bei Apps.

    Dazu ermitteln die Werbenetzwerke beim Tracking unter anderem die Art der besuchten Webseiten und die installierten Apps, Cookies im Browser, Aktivitäten auf anderen Geräten und Interaktionen mit Werbeanzeigen. Werbeanbieter wie Google versprechen, möglicherweise heikle Daten wie Religionszugehörigkeit, Gesundheit und sexuelle Orientierung nicht mit den Kennungen zu verknüpfen.

    Was sind die Nachteile von Tracking?

    Datenschützer meinen, der sparsame Umgang mit Daten verhindere möglichen Missbrauch am besten. Zudem gibt es einen weiteren Grund: Weniger passende Werbung verführt seltener zu Spontankäufen, die Sie später womöglich bereuen.

    Wo lassen sich noch Daten sparen?

    Die neueren Versionen beider Betriebssysteme bieten aktiv bei jeder neuen App an, Berechtigungen wie die Ermittlung des Standorts einzuschränken. Fast alle Apps lassen sich problemlos nutzen, wenn die Berechtigung nur für die aktive Nutzung einer App erlaubt wird, nicht aber im Hintergrund. Damit können Apps nicht mehr ganze Standortverläufe nachvollziehen.

    Auch die beliebten Google-Dienste wie der Kartendienst Maps speichern standardmäßig viele Daten. Sie sind online über das „Google Dashboard“ einsehbar. Am einfachsten ist es, den Suchbegriff „Google Dashboard“ in der Suchmaschine einzugeben, um die Funktion zu finden.

    Google macht es seinen Nutzern deutlich schwieriger, das Tracking abzuschalten. Quelle: AP
    Google

    Google macht es seinen Nutzern deutlich schwieriger, das Tracking abzuschalten.

    (Foto: AP)

    Hier finden sich auch Links zu Datenschutzeinstellungen für das Google-Konto, etwa beim Standortverlauf und bei Suchen. Vor einigen Jahren noch bot Google strikt an, die Funktionen zu nutzen – oder eben nicht. Wer datensparsam lebte, konnte damit viele hilfreiche Funktionen nicht nutzen. Inzwischen bietet Google einen Kompromiss zwischen dem Datenschutz und Nutzererlebnis: Fast alle Daten lassen sich so einstellen, dass Google sie nach drei Monaten automatisch löscht.

    Andernfalls lassen sich beispielsweise Standortdaten von Android-Nutzern im Google-Konto extrem detailliert über Jahre hinweg nachverfolgen – bei entsprechendem Beschluss auch etwa von Sicherheitsbehörden.

    Das kommt gar nicht so selten vor: Weltweit legte Google den Behörden laut Transparenzbericht allein im ersten Halbjahr 2020 die Daten von mehr als 235.000 Nutzerkonten offen. In Deutschland verlangten die Behörden in dem Zeitraum Einsicht in 20.763 Konten. In drei Vierteln der deutschen Fälle ließ Google den Einblick zu.

    Mehr: Apple erschüttert die Werbewelt

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