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Übernahme Google-Mutter Alphabet kauft Fitness-Firma Fitbit

Die Übernahme des Fitnessarmband-Herstellers hat für Alphabet vor allem ein Ziel: Mehr Menschen sollen den Zugang zu Google-Diensten erhalten.
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Google zahlt gut zwei Milliarden Dollar für den Hersteller von Fitnessarmbändern. Quelle: Reuters
Fitbit-Logo

Google zahlt gut zwei Milliarden Dollar für den Hersteller von Fitnessarmbändern.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Alphabet hat sich mit Fitbit auf eine Übernahme geeinigt. Der Internet-Riese zahlt 7,35 Dollar pro Aktie – Fitbit wird damit insgesamt mit gut zwei Milliarden Dollar bewertet. An die Börse ging Fitbit im Jahr 2015 noch mit einem Ausgabepreis von 20 Dollar je Aktie – zwischenzeitlich war der Kurs aber bis an die Marke von 3 Dollar gefallen.

Mit dem Fitnessarmband-Hersteller will sich Alphabet auf dem Markt für sogenannte Wearables, also beispielsweise Fitness-Armbänder oder Smartwatches, verstärken. „Wir glauben, dass Technologie am besten ist, wenn sie in den Hintergrund tritt und im Alltag hilft, wann immer du sie brauchst“, sagte Alphabet-Manager Rick Osterloh in einer Mitteilung.

Mit der Übernahme führt Google seine Strategie des sogenannten Ambient-Computing fort. Während häufig noch etliche verschiedene Funktionen in einem Gerät untergebracht werden, sollen sie nun in vernetzte Spezialgeräte ausgelagert werden. Auf diese Weise wollen die Tech-Konzerne nicht nur die permanente Nutzung ihrer Dienste ermöglichen: Der Mensch soll dadurch auch jederzeit mit Werbung erreicht werden können.

Für etwa 2,1 Milliarden US-Dollar holt sich der Google-Mutterkonzern nun einen der Wearable-Vorreiter ins Haus. Alphabet-Vizechef für Geräte und Services Osterloh erklärte, Fitbit sei ein „wahrer Pionier“ auf dem Gebiet und lobte die Produkte, Erfahrungen und Nutzergemeinschaft, die Fitbit aufgebaut hab. Einer Mitteilung von Fitbit zufolge wird die Übernahme im Jahr 2020 vollzogen. Zuvor müssten dem Deal sowohl Fitbit-Aktionäre als auch Regulatoren zustimmen.

Fitbit ist nicht die erste Wearable-Übernahme der Google-Mutter. Im Januar hatte Alphabet die Smartwatch-Technologie von Fossil für 40 Millionen Dollar gekauft. Doch Googles Wearable-Betriebssystem Wear OS hat sich seitdem nicht etabliert. „Indem wir eng mit dem Fitbit-Expertenteam kooperieren und die beste künstliche Intelligenz, Software und Hardware zusammenbringen, können wir Innovationen bei Wearables vorantreiben“, sagte Osterloh.

Marktführer ist allerdings eindeutig Apple mit seiner Uhr Apple Watch und der Gesundheits-App Health, die wie bei Google über verschiedene Geräte Fitnessdaten sammelt. Bei intelligenten Lautsprechern ist Amazon der Pionier. Der US-Versandhändler bringt dabei auch experimentelle Geräte heraus: Erst kürzlich präsentierte Amazon einen smarten Ring und eine smarte Brille. Von günstigerer Seite graben chinesische Rivalen wie Xiaomi und Huawei dem Branchenpionier Fitbit das Wasser ab.

Mögliche Sorgen von Fitbit-Nutzern um die Sicherheit ihrer Daten griff Osterloh schon in der Mitteilung vor: „Wir werden niemals persönliche Informationen an irgendwen verkaufen. Fitbit Gesundheits- und Wellnessdaten werden nicht für Google-Werbung genutzt. Und wir werden Fitbitnutzern ermöglichen, ihre Daten einzusehen, mitzunehmen oder zu löschen.“

Mehr: Wer Schritte zählt, bewegt sich mehr. Um wem die eigene Leistungskurve nicht Motivation genug ist, der kann sich mit Fitness-Trackern virtuell messen.

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