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Unterhaltungskonzern Disney verdient vor Start von Streaming-Dienst mehr als erwartet – Aktie steigt nachbörslich an

Der Gewinn des US-Unterhaltungskonzerns betrug ohne Sonderposten je Aktie 1,07 Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 95 Cent je Anteilschein gerechnet.
Update: 07.11.2019 - 23:30 Uhr Kommentieren
Der Unterhaltungskonzern hat die Erwartungen der Analysten übertroffen. Quelle: AP
The Walt Disney Company

Der Unterhaltungskonzern hat die Erwartungen der Analysten übertroffen.

(Foto: AP)

Burbank Der Entertainment-Gigant Walt Disney hat im vergangenen Quartal trotz erfolgreicher Kino-Produktionen einen Gewinneinbruch erlitten. Hohe Sonderkosten und Ausgaben für den Ausbau des Streaming-Geschäfts drückten den Überschuss im fortgeführten Geschäft in den drei Monaten bis Ende September im Jahresvergleich um fast zwei Drittel auf 785 Millionen Dollar (710 Millionen Euro). Das teilte Disney am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit.

Dabei konnte Disney den Umsatz – auch dank zugekaufter Geschäftsteile des Rivalen 21st Century Fox – um 34 Prozent auf 19,1 Milliarden Dollar kräftig erhöhen. Ohne Sonderposten betrug der Gewinn je Aktie 1,07 Dollar. Trotz des starken Gewinnrückgangs übertrafen die Zahlen die Erwartungen der Analysten. Diese hatten im Schnitt mit 95 Cent je Anteilschein gerechnet. Das kam bei Anlegern gut an, die Aktie legte nachbörslich zunächst um über vier Prozent zu. Seit Jahresbeginn ist der Kurs um gut 21 Prozent gestiegen.

Der Unterhaltungsriese lieferte im jüngsten Quartal Kassenschlager wie „Der König der Löwen“ und „Toy Story 4“, dadurch wurde das Ergebnis in der Filmsparte massiv gesteigert. Auch das Geschäft mit Vergnügungsparks lief gut, während der Kabelbereich mit dem unter Nutzerschwund leidenden Sportsender ESPN weniger Gewinn abwarf.

Die Bilanz litt aber wie schon im Vorquartal unter dem hohen Investitionsaufwand etwa für den Streaming-Service Disney+, der am 12. November starten und dem Marktführer Netflix Konkurrenz machen soll. Disney hat durch die Übernahme großer Teile des Fox-Konzerns zudem weiter hohe Integrationskosten zu verdauen. Vorstandschef Bob Iger zeigte sich dennoch zufrieden und sprach von „soliden Ergebnissen“, die die Stärke von Disneys Geschäft reflektierten.

Mehr: Netflix braucht eine neue Strategie: Der Streamingdienst muss sich auf einen Preiskampf einstellen. Ein Kommentar.

  • rtr
  • dpa
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