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US-Internetriese Google löst KI-Ethikrat nach nur einer Woche auf

Der Protest der Google-Mitarbeiter gegen den KI-Ethikrat hat Erfolg. Der Internetkonzern löst das Gremium auf. Kritik hatte sich an der Besetzung des Rats entzündet.
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Nach Auflösung des KI-Ethikrates sucht Google eine neue Möglichkeit seine Arbeit bei KI-Anwendungen auf ethische Fragen hin zu bewerten. Quelle: AFP
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Nach Auflösung des KI-Ethikrates sucht Google eine neue Möglichkeit seine Arbeit bei KI-Anwendungen auf ethische Fragen hin zu bewerten.

(Foto: AFP)

Düsseldorf Nach gerade einmal einer Woche ist Googles KI-Ethikrat wieder Geschichte. Der Internetkonzern teilte dem US-Medienportal „Vox“ am Donnerstag mit, den Rat aufzulösen.

Damit reagiert Google auf die Kritik über die Besetzung des Expertengremiums. Mehr als 2000 Google-Mitarbeiter hatten Anfang der Woche einen Protestbrief gegen den KI-Ethikrat unterschrieben.

Der Rat war eine Reaktion auf den Verdacht über angeblich vorurteilsbelastete Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI). Untersuchungen haben gezeigt, dass einige KI-Algorithmen existierende Vorurteile in der Gesellschaft verstärken können. So werden beispielsweise Transgender-Menschen von einigen Anwendungen fehlinterpretiert.

Der achtköpfige Rat sollte genau das verhindern. Im April hatte er seine Arbeit aufgenommen. Seine Arbeit sollte darin bestehen, Google dazu anzuhalten, bei der Entwicklung von KI-Anwendungen die selbst aufgestellten Regeln einzuhalten. Google hoffte auf eine neutrale Einschätzung seiner Arbeit und besetzte den Ethikrat mit Ökonomen, Philosophen, politischen Beratern und Algorithmus-Experten.

Doch gerade diese Besetzung sorgte für Kritik – und letztlich auch für das schnelle Aus des Rates. Die Kritik hatte sich an der Besetzung entzündet. Nach Ansicht der Unterzeichner des Protestbriefs hätten in dem Gremium unter anderem eine Klimawandel-Leugnerin und eine Militärunternehmerin über Googles KI-Ethik wachen sollen.

Dabei ging es um Dyan Gibbens, CEO von Trumbull. Das Unternehmen entwickelt autonome Systeme für die Militärindustrie. Das andere kritisierte Mitglied war Kay Coles James, Präsidentin der Heritage Foundation. Der Think Tank stimmt öffentlich gegen CO2-Regulierungen und fährt eine harte Linie gegen Zuwanderung und den Schutz der nicht heterosexuellen (LGBTQ) Minderheit.

Google gab in einem Statement zu, dass der Ethikrat unter den jetzigen Umständen nicht so funktionieren könne, wie es sich der Konzern erhoffte. „Wir lösen das Gremium daher auf“, heißt es in der Erklärung. „Wir werden weiterhin versuchen auf dem Feld der Künstlichen Intelligenz verantwortlich zu arbeiten und werden einen anderen Weg finden, um uns Einschätzungen von außen über unsere Arbeit einzuholen.“

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